Ein beißender Geruch
weht über den Strand. Ölig glänzt ein Kadaver in der Sonne. Möwen picken in
sein Fleisch. Der tote Wal liegt auf dem Rücken im Sand, die Flipper von sich
gestreckt, der Bauch aufgebläht von Faulgasen. Abgesperrt hinter Flatterband
endet hier das Leben dieses Buckelwals. »Timmy« war einmal. Mit »Hope« ist es
zu Ende.
Es ist Dienstag vergangener Woche. Vor fast 20 Tagen war der Zwölf-Meter-Kadaver vor der Ferieninsel Anholt angespült worden.
Hier am Nordstrand kann der Wal nicht bleiben, sagen die Insulaner. Bald ist Hauptsaison.
Sein Körper verwest am beliebtesten Strand der Insel. Also soll er zwei Tage später zerlegt, obduziert und beseitigt werden.
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