Unmittelbar nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer bevorstehenden Öffnung Straße von Hormus hat der Iran betont, weiter die Kontrolle über die Meerenge zu behalten. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Schiffspassage werde auch im Falle eines Abkommens mit den USA «unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben», schrieb ein iranischer Militärsprecher auf der Plattform X.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, Trumps Darstellung, die Meerenge werde in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, entspreche nicht den Fakten. Trump hatte auf der Plattform Truth Social geschrieben, dass ein Rahmenabkommen in den Verhandlungen um ein Kriegsende mit dem Iran «weitgehend» ausgehandelt sei. Bestandteil der Vereinbarung sei, dass die Straße von Hormus geöffnet werde. Trump schränkte ein, das Ganze stehe unter Vorbehalt einer endgültigen Fertigstellung durch die USA, des Irans und anderer Länder.
Iran will auch künftig Meerenge kontrollieren
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die Straße von Hormus übernommen. Durch Drohungen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr weitestgehend zum Erliegen. Als Folge stiegen die globalen Energiepreise stark.
Teheran betont zwar, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und hohe Gebühren bezahlen. Nur wenige Schiffe passierten die Meerenge in den vergangenen Wochen. Fars berichtete nun, der Iran habe zwar zugestimmt, die Anzahl der Schiffe, die die Straße passieren, wieder auf das Vorkriegsniveau anzuheben. Dies bedeute aber nicht eine Rückkehr zum Vorkriegszustand.
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