Im Hamburger Block-Prozess will das Gericht am Dienstag (ab 9.30 Uhr) eine weitere Kriminalbeamtin als Zeugen vernehmen. Bereits an den vergangenen vier Verhandlungstagen hatte die Strafkammer am Landgericht ausschließlich Hamburger Polizeibeamte als Zeugen gehört. Die für das Verfahren entscheidenden Vernehmungen von Beschuldigten aus Israel können wegen des Iran-Kriegs derzeit nicht stattfinden.
Die vier im laufenden Prozess nicht angeklagten Israelis und weitere Beschuldigte sollen im Auftrag von Christina Block zwei ihrer Kinder vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark entführt haben. Der damals zehnjährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren in der Silvesternacht 2023/24 gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden. Ihre Mutter holte sie von dort nach Hamburg. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet, den Auftrag zur Entführung erteilt zu haben.
Sie und ihr Ex-Mann Stephan Hensel haben vier gemeinsame Kinder. Die beiden jüngsten hatte der Vater nach einem Wochenendbesuch 2021 bei ihm nicht wie vereinbart zurückgebracht. Er erhob Gewaltvorwürfe gegen die Mutter, die diese bestreitet.
In dem aktuellen Verfahren gibt es sechs weitere Angeklagte. Darunter ist auch Blocks Lebensgefährte, der Ex-Sportmoderator Gerhard Delling. Auch er bestreitet, etwas Unrechtes getan zu haben. Angeklagt ist ferner ein Israeli, der seine Beteiligung an der Entführung gestanden hat. Der 36-Jährige sitzt als einziger in Untersuchungshaft.
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