In ihrer Heimatstadt Kapstadt fing Zoe Zannos an, Rezepte von Leuten zu sammeln, die sie auf Tinder, Bumble, Hinge & Co. kennenlernte. Nun reist sie durch Europa und bekommt Koch-Einladungen auf dem ganzen Kontinent.
ZEITmagazin: Zoe Zannos, flirten Menschen beim Kochen anders als sonst?
Zoe Zannos: In der Küche flirten die meisten Menschen nicht sehr offensiv miteinander, sondern subtiler. Da ist jemand, den du nicht gut kennst, zum ersten Mal in deiner Wohnung, ihr versucht, euch gegenseitig zu beeindrucken, und sollt am Ende noch ein gemeinsames Essen auf den Tisch bringen. Da überlagern in meiner Erfahrung die Nerven alles andere. Doch beim Versuch, cool zu bleiben, passiert manchmal etwas Kleines, das plötzlich Bedeutung hat, wie eine Berührung der Finger beim Übergeben eines Messers. Oder etwas völlig Unerwartetes: Man gibt etwas in die Pfanne und es fängt sofort Feuer. Oder man öffnet den Sahnebecher für die Pasta und er ist abgelaufen, der Laden aber schon geschlossen. Da kann man nicht so tun, als wäre nichts. Man muss entscheiden: Was jetzt?
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