In Venezuela sind weitere Gegner des entmachteten Staatschefs Nicolás Maduro aus dem
Gefängnis freigekommen. Unter anderem wurde der prominente Oppositionelle Juan Pablo
Guanipa aus der Haft entlassen, ein enger Vertrauter der Oppositionsführerin
und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado. Das bestätigte seine
Familie.
Nach Angaben der
Menschenrechtsorganisation Foro Penal kamen zehn weitere
politische Gefangene auf freien Fuß. Seit
der Ankündigung der Regierung vom 8. Januar, eine neue Serie von
Freilassungen zu beginnen, seien damit bereits 383 Inhaftierte freigekommen.
“Mehr als acht Monate ungerechtfertigte Haft”
Der Oppositionspolitiker
Guanipa war im Mai 2025 festgenommen worden,
nachdem er sich monatelang versteckt gehalten hatte. Die Behörden hatten ihm die Planung eines terroristischen
Komplotts vorgeworfen. Seine Familie und sein politisches Umfeld wiesen die
Anschuldigungen stets zurück. Guanipas
Sohn Ramón sprach von “mehr als acht Monaten ungerechtfertigter Haft”.
Guanipa selbst
sagte nach seiner Freilassung: “Es gibt viel über die Gegenwart und
Zukunft Venezuelas zu reden, immer mit der Wahrheit im Mittelpunkt.” Friedensnobelpreisträgerin
Machado begrüßte den Schritt auf X und forderte die Freiheit für alle verbliebenen politischen Gefangenen.
Guanipas
Sohn äußerte sich ähnlich: “Es sind noch hunderte Venezolaner zu Unrecht
in Haft. Wir verlangen die sofortige, gänzliche und bedingungslose Freilassung
aller Gefangenen”. Der Organisation Foro Penal zufolge hält Venezuela noch
mehr als 700 politische Gefangene fest.
Übergangspräsidentin hat Amnestie angekündigt
In Venezuela verschiebt
sich nach der gewaltsamen Entmachtung Maduros durch das US-Militär gerade die
politische Situation. Unter dem Druck der USA hatte Übergangspräsidentin Delcy
Rodríguez im vergangenen Monat die Entlassung politischer Gefangener verkündet. Sie erfüllt mit den
Freilassungen Forderungen der USA, die auch an Bedingungen für
Ölgeschäfte geknüpft sind.
Vergangene Woche gab Rodríguez dann eine Massenamnestie für Häftlinge bekannt, die
wegen “politischer Gewalt” einsitzen. Außerdem teilte sie mit, das
berüchtigte Gefängnis El Helicoide in Caracas schließen zu
lassen. Das Amnestiegesetz
soll am Dienstag in Kraft treten und “den gesamten Zeitraum politischer
Gewalt von 1999 bis heute” abdecken.
Nach der
Gefangennahme und Entführung Maduros in die USA hat Rodríguez vorerst das
Präsidentenamt übernommen. Maduro sitzt in New York in Haft, wo ihm unter dem Vorwurf des Drogenterrorismus der Prozess gemacht werden soll.
Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de




