Inmitten
anhaltender Spannungen zwischen Israel und dem Libanon besucht Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier am heutigen Montag die libanesische Hauptstadt Beirut. Nach
einem Empang mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sind Treffen mit Parlamentspräsident
Nabih Berri sowie Ministerpräsident Nawaf Salam geplant. Nach zwei Tagen im
Libanon will Steinmeier am Mittwoch dann weiter nach Jordanien reisen.
Der Besuch soll
den beiden Nachbarländern Israels signalisieren, dass Deutschland an ihrer
Seite steht und ihre Bemühungen um Stabilität unterstützt, teilte das Büro des Bundespräsidenten
mit. Ein stabiles, sicheres Umfeld in der Region sei auch im Interesse Israels,
hieß es weiter. Dazu wolle Deutschland seinen Beitrag leisten.
Brüchige Waffenruhe mit Israel
Zwischen Israel
und dem Libanon kommt es seit Wochen trotz einer Waffenruhe mit der vom Iran
unterstützten Hisbollah-Miliz immer wieder zu Beschuss. Auch die Waffenruhe zwischen
Israel und der Terrorgruppe Hamas im Gazastreifen ist brüchig. Beide Konflikte
dürften das zentrale Thema der Reise werden.
Kurz vor
Steinmeiers Besuch hat die israelische Armee erneut Ziele im Süden und Osten des
Libanons angegriffen. Nach libanesischen Angaben wurden bei einem israelischen
Luftangriff am Sonntag mindestens vier Menschen getötet.
Eine israelische
Drohne soll nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA “ein Auto
an der libanesisch-syrischen Grenze” beschossen haben. In dem Wagen seien
vier Leichen gefunden worden. Das libanesische Gesundheitsministerium
bestätigte die vier Toten.
Tags zuvor hatte Israels Militär mutmaßliche
Waffenlager der Hisbollah im Süden des Libanons bombardiert. Im Gazastreifen starben
am Sonntag palästinensischen Angaben zufolge mindestens neun Menschen bei
israelischen Luftangriffen.
Deutsche Marine ist an UN-Friedensmission beteiligt
Deutschland unterstützt
die Sicherheit im Libanon unter anderem über die UN-Friedenstruppe Unifil. Die deutsche
Marine ist mit der Fregatte Sachsen-Anhalt an der UN-Mission beteiligt. Sie
hilft mit, Seegrenzen im Meer vor dem Libanon zu sichern und Waffenschmuggel zu
verhindern. Außerdem beteiligt sie sich an der Ausbildung der libanesischen
Marine. Steinmeier will sich bei einem Besuch auf dem Schiff über den Einsatz
unterrichten lassen. Der Unifil-Einsatz läuft Ende 2026 aus.
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