Ein schwerer Schneesturm hat das Leben entlang der US-Ostküste zum Stillstand gebracht. Millionen Menschen saßen aufgrund von Fahrverboten und Blizzardwarnungen zu Hause fest. Knapp 400.000 Kunden waren von Stromausfällen betroffen, wie Daten des Portals Poweroutage zeigten.
Der öffentliche Nahverkehr wurde in einigen Gegenden vollständig eingestellt. Mehr als 5.000 Flüge von und in die USA wurden an diesem Montag gestrichen, wie die Flugverfolgungswebsite FlightAware meldete. Der nationale Wetterdienst bezeichnete Reisen derzeit als “nahezu unmöglich”. Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und stark eingeschränkter Sicht.
Orte melden Höchstwerte
In den Bundesstaaten New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware und Connecticut fielen mehr als 60 Zentimeter Schnee, berichtete der Nachrichtensender CNN. Im New Yorker Central Park wurden allein bis zum Morgen über 38 Zentimeter gemessen – so viel wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr bei einem einzelnen Sturm. Starker Wind und schwerer, nasser Schnee ließen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten örtliche Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts.
In Providence im US-Bundesstaat Rhode Island wurde ein Höchstwert gemessen. Am T. F. Green International Airport wurden rund 83 Zentimeter Schnee gemeldet. Damit wurde der bisherige Rekord von etwa 73 Zentimetern aus dem Jahr 1978 übertroffen.
Verkehr stark beeinträchtigt
In New York verhängten die Behörden zeitweise ein Fahrverbot und sperrten Straßen, Autobahnen und Brücken – außer für dringend notwendigen Verkehr wie etwa Rettungseinsätze. Inzwischen ist das Reiseverbot wieder aufgehoben worden. Bürgermeister Zohran Mamdani appellierte dennoch an die Menschen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen.
Der schlimmste Teil des Sturms sei vorüber, sagte der Bürgermeister. Neben anhaltendem Schneefall könnten aber auch am Abend noch Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 65 km/h auftreten, sagte Mamdani. Am Dienstag soll der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.
Extreme Wetterlage
Auch im benachbarten Bundesstaat New Jersey gilt ein Verkehrsverbot für nicht ausgenommene Fahrzeuge auf allen Straßen und Autobahnen bis zum Ende des Tages. Die Kombination von heftigen Sturmböen und großen Schneemassen mache Autofahren “unglaublich gefährlich”, sagte Gouverneurin Mikie Sherrill.
Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten schwere Schneestürme und ungewöhnlich niedrige Temperaturen große Teile des Landes getroffen. Dabei waren auch zahlreiche Menschen gestorben.
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