Die frühe ICE-Verbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg soll bleiben. Darauf einigten sich die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern und die Deutsche Bahn in Berlin, wie die Regierung mitteilte. Nach Abschluss der Generalsanierung der Bahn werde es wieder eine entsprechende Frühverbindung geben.
Auch die bislang bestehende Spätverbindung von Hamburg nach Rostock sei gesichert. Die Verbindungen sollen demnach ab dem ersten Tag nach Ende der Streckensperrung zwischen Hamburg und Berlin aufgenommen werden. Wann die umfassende Sanierung abgeschlossen wird, ist derzeit unklar.
ICE auch mit Deutschlandticket?
Aktuell werde geprüft, ob die Früh- und Spätverbindung des Fernverkehrs künftig auch mit Deutschlandticket, Seniorenticket oder Einzel- und Zeitkarten genutzt werden darf, hieß es. Zudem soll die Anbindung von Ludwigslust (Ludwigslust-Parchim) ab dem 14. Juni besser werden. Vorgesehen sei, dass IC-Züge zwischen Rostock und Leipzig pro Richtung zweimal täglich dort halten.
Die besonders bei Pendlerinnen und Pendlern beliebte ICE-Verbindung war im Zuge der Bahnsanierung eigentlich gestrichen worden. Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) hatte das kritisiert und die zentrale Bedeutung der Verbindung betont. Blank war demnach seit Monaten im Austausch mit der Bahn.
Lob und Kritik aus dem Landtag
Die oppositionelle CDU begrüßte die Entscheidung als Gewinn für Pendler und für Mecklenburg-Vorpommern. Der Landesvorsitzende Daniel Peters dankte seinem Parteifreund, Bundesminister Patrick Schnieder, und der Bahnchefin Evelyn Palla für ihren Einsatz.
Auch die AfD findet es gut, dass die ICE-Frühverbindung bleibt. Der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Stephan Reuken, forderte jedoch: «(Ministerpräsidentin Manuela) Schwesigs frühes Wahlgeschenk muss auch nach der Landtagswahl Bestand haben.» Es sei offen, ob das mittels Nahverkehrsticket finanziert werden könne.
Der FDP-Abgeordnete David Wulff meldete ebenfalls Vorbehalte an: «Wir reden über Verbindungen, ohne zu wissen, wie stark sie nachgefragt sind.» Symbolische Rettungsaktionen ersetzten keine belastbare Verkehrsplanung.
Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Jutta Wegner, meinte dagegen: «Mit diesem Schritt könnte die Deutsche Bahn dem Fahrgastdefizit, das die ursprüngliche Begründung für die Einkürzung der Frühverbindung war, entgegenwirken.» Auch andere Verbindungen im Land sollten ausgebaut werden.
Die mitregierende Linke erklärte, die Früh- und Spätverbindung zwischen Rostock und Hamburg mit Nahverkehrstickets nutzbar zu machen, sei eine gute Ergänzung. Es gehe um einen wichtigen Baustein der Daseinsvorsorge.
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