Nach Kritik am US-Justizministerium lädt der Untersuchungsausschuss zum Fall Jeffrey Epstein nun Justizministerin Pam Bondi vor. Die Ministerin soll US-Medienberichten zufolge zu ihrer Rolle bei der
Veröffentlichung der Epstein-Akten befragt werden. Der Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses stimmte demnach mit
parteiübergreifender Unterstützung für eine Vorladung der Ministerin.
Der Umgang mit den Millionen Akten zu den
Ermittlungen gegen den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein war zuvor in die Kritik geraten. Bemängelt wurde unter anderem,
dass Opfer nicht hinreichend geschützt und belastende Akten wieder aus
dem Netz genommen worden seien. Bondi hatte Kritik am Umgang mit den Ermittlungsakten zurückgewiesen.
Die Entscheidung des Kontrollausschusses
verpflichtet Bondi nun, zu der Anhörung hinter verschlossenen Türen zu
erscheinen und sich den Fragen der Abgeordneten zu stellen. Zuletzt
waren Ex-Präsident Bill Clinton und die frühere
Außenministerin Hillary Clinton von den Ausschussmitgliedern befragt worden.
Mehr als 47.000 Dateien sollen entfernt worden sein
Bondi hatte ihren Umgang mit den Epstein-Akten
bereits verteidigt, dabei aber auch Fehler eingeräumt. Ihr Ministerium habe mehr als drei Millionen Seiten Dokumente
freigegeben und das “Beste getan, um die Opfer zu schützen”, sagte Bondi
während einer Anhörung im US-Kongress Mitte Februar. Gleichzeitig räumte
die Justizministerin ein, dass “versehentlich” Namen von Opfern
veröffentlicht worden seien. Diese seien nach Hinweisen “umgehend”
geschwärzt worden.
Mitte Dezember hatte ihr Ministerium damit
begonnen, Ermittlungsakten zum Fall Epstein zu veröffentlichen.
Medienberichten zufolge nahm das US-Justizministerium allerdings
zehntausende Dokumente bereits wieder aus dem Netz. Analysen des Wall
Street Journal (WSJ) und des Senders CBS News ergaben, dass bis Ende Februar
mehr als 47.000 Dateien von der Plattform mindestens vorübergehend
entfernt wurden.
Nach Angaben des WSJ betreffen einige der
zurückgehaltenen Unterlagen FBI-Vermerke zu Befragungen einer Frau von
2019. Sie habe ausgesagt, in den 1980er-Jahren als Minderjährige von
Epstein missbraucht worden zu sein. Sie hatte auch Vorwürfe sexuellen
Fehlverhaltens gegen den späteren US-Präsidenten Donald Trump erhoben.
Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Fall Jeffrey Epstein in unserer Timeline.
Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de





