Man kann es kurios finden, dass der Debütroman inzwischen offenbar zu einem eigenen literarischen Genre geworden ist. Ihm sind eigene Preise und andere Förderungen gewidmet, und er ist auch zuverlässig Gegenstand besorgter hausmeisterlicher Begehungen deutschsprachiger Gegenwartsliteratur, wenn man wieder jemandem grimmig beweisen will, dass es ums Erzählen nicht mehr so blendend bestellt ist wie einst.
Immerhin ließe sich hier nun eine kleine Entwarnung geben. Im wachsenden Veröffentlichungsvolumen der Verlagsprogramme ist David Vajdas Debüt Diamanten eine Seltenheit. Hier geht es um nichts, was man in grellen Begriffen auf den Klappentext schreiben kann. Ebenso möchte hier kein Autor in den Aktualitäten des Weltanschauungstheaters oder des politischen Meinungsgewerbes angeln, in der kargen Hoffnung, dort noch etwas zu finden, was sich mit etwas fleißigem Kunsthandwerk zur Literatur föhnen lässt.
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