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Israel: Netanjahu weitet Bodeneinsätze im Libanon aus

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Die israelische Armee soll weiter in den Südlibanon vorrücken. Premier Netanjahu hat eine Ausweitung der militärischen Kontrolle entlang der Grenze angeordnet.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat das Militär nach eigenen Angaben angewiesen, die sogenannte Pufferzone im Libanon weiter auszudehnen. Das sagte Israels Regierungschef in einer Videoansprache. Netanjahu bezeichnet von Israel kontrollierte Gebiet im Südlibanon entlang der Grenze zu Israel als “Sicherheitsstreifen”. Nach libanesischen Angaben rückt die israelische Armee mit Bodentruppen
immer weiter im Süden des Landes vor.

Die Truppen seien acht
Kilometer weit von der Grenze ins Landesinnere vorgedrungen, sagte der
libanesische Verteidigungsminister Michel Menassa vor wenigen Tagen.
Viele Libanesen befürchten eine groß angelegte Bodeninvasion Israels mit
anschließender Besatzung im Süden.

Netanjahu begründete das weitere Vordringen in den Libanon mit einer
Verbesserung der Sicherheitslage an der nördlichen Grenze Israels. “Wir
sind entschlossen, die Situation im Norden grundlegend zu
verändern”, sagte er bei einem Besuch in Nordisrael. “Die Hisbollah
verfügt noch immer über die Fähigkeit, Raketen auf uns abzufeuern.” Das
solle verhindert werden.

Mehr als 1.200 Tote im Libanon

In dem erneut aufgeflammten Konflikt zwischen Israel und der Terrormiliz Hisbollah im Libanon wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums seit dem 2. März mehr als 1.200 Menschen getötet. Mehr als 3.500 weitere Menschen wurden demnach verletzt.

Die pro-iranische Miliz verübt seither Luftangriffe auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt seinerseits Ziele im
Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches
Territorium im Grenzgebiet vor. Mehr als eine Million Menschen sind nach UN-Angaben seit Anfang März wegen der Angriffe innerhalb des Libanons
geflüchtet.

Netanjahu hatte bereits zuvor die Einrichtung einer “größeren
Pufferzone” angekündigt mit dem Ziel, die Hisbollah weiter nach Norden
zu drängen. Während eines Besuchs bei Soldaten sagte Netanjahu, die Hisbollah
verfüge zwar noch über “Restkapazitäten” zum Abfeuern von Raketen auf
Israel. Die Miliz sei aber von den israelischen Streitkräften schwer
getroffen worden. Israel hatte den südlichen Libanon 18 Jahre lang bis zum Jahr 2000 besetzt.

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