Wer ist Amerikaner?
Auf diese Frage hat das höchste Gericht der Vereinigten Staaten am Dienstag eine eindeutige Antwort gegeben. Sie lautet: Jeder, der in den USA geboren wurde.
Es beantwortete damit eine Frage, die dem Supreme Court fast 130 Jahre lang nicht mehr gestellt worden war. Wer Amerikaner ist, also was die amerikanische Staatsbürgerschaft begründet, galt seit einem Präzedenzurteil von 1898 als geklärt, zumindest juristisch. Bis Donald Trump als eine seiner ersten Amtshandlungen im Januar 2025 ein Dekret erließ, mit dem er Kindern von illegal nach Amerika eingewanderten Personen und den Kindern von Menschen, die sich mit zeitlich begrenzten Visa im Land aufhalten, das Recht auf die amerikanische Staatsbürgerschaft entzog. Trump schaffte die sogenannte Birthright Citizenship ab, das Geburtsortsprinzip im Staatsbürgerrecht. Dieses Dekret hat der Supreme Court nun wieder verworfen.
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