Vincent Kompany stieg nach der vollgepackten Asien-Reise am Münchner Flughafen zufrieden aus dem Charterflieger. «Ich bin beeindruckt. Es ist schwer, in diese Spiele zu gehen, wenn so viele Spieler noch zurückkommen müssen, und trotzdem so aufzutreten, dass man immer zeigt, wofür der FC Bayern steht», sagte der Trainer des FC Bayern zum Abschluss der Tour nach Südkorea und Hongkong. Zahlreiche Stars um Michael Olise, Harry Kane und Jamal Musiala fehlten da noch im Aufgebot.
«Wenn ich darauf blicke, wie die jungen Spieler das gemacht haben, freut mich das sehr. Insgesamt haben es alle Spieler sehr gut gemacht», sagte der 40-Jährige. Kompany erklärte in Fernost nach dem Doublegewinn 2025/26 den erneuten Angriff auf das Triple zum Saisonziel.
Einmal halb um den Äquator
Fast 20.000 Flugkilometer – einmal halb um den Äquator – lagen nach dem einwöchigen Trip auf die südkoreanische Hochzeitsinsel Jeju und in die Metropole am südchinesischen Meer bei der Rückkehr am Wochenende hinter den Münchnern. Viele Marketing-, Fan- und Medientermine, dazu zwei 2:1-Testspielsiege sorgten für zufriedene Gesichter in der Rekordmeister-Reisegruppe. Dass DFB-Kapitän Joshua Kimmich gegen Aston Villa angeschlagen pausierte, trübte die Stimmung nicht.
Erneut habe man einen Rekordumsatz verbucht, sagte Rouven Kasper, Vorstand Marketing und Vertrieb. Die Reise sei «profitabel». Und das sei sie «auch in dem Maße, dass wir mit einer großen Delegation herreisen», führte er aus. «Wir haben alle gemeinsam sieben Tage richtig reingehauen und jeder Bereich für sich aus meiner Sicht, glaube ich, neue Benchmarks gesetzt.»
Neuer: Darum war der Sieg wichtig
Zudem überzeugte das Starensemble nach dem Erfolg gegen Jeju SK FC beim klangvolleren Test gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa über weite Strecken. «Für uns war es wichtig, das Spiel gegen eine Top-Mannschaft aus der Premier League, die sich auch für die Champions League qualifiziert hat, zu gewinnen und eine gute Leistung zu zeigen», sagte Kapitän Manuel Neuer. In der angenehm temperierten und klimatisierten Hightech-Arena sorgten bei geschlossenem Dach Südkorea-Star Minjae Kim und der in Asien besonders stark umjubelte Kolumbianer Luis Díaz für die Tore.
«Die Spiele und das Training sind für uns das Elementare. Der Sport sollte immer auf Augenhöhe mit anderen Zielen sein, das ist uns gelungen», sagte Max Eberl. Der Sportvorstand nahm schon einmal den ersten Titel der neuen Saison ins Visier: den Franz Beckenbauer Supercup in zwei Wochen bei Vizemeister Borussia Dortmund.
«Dann sollte man auch schon ein Stück weit vorbereitet sein auf dieses Spiel, weil die Dortmunder werden mit dem Messer zwischen den Zähnen versuchen, den ersten Pokal zu gewinnen», sagte Eberl. «Den wollen wir aber auch gewinnen.» Er selbst hat noch Personalien zu erledigen. Bislang gibt es noch keinen neuen Club für die Leihrückkehrer João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Laut Eberl ist aber «Bewegung drin». Im offiziellen Kader für die neue Saison sind sie nicht gelistet.
Jetzt kommen noch mehr Stars zurück
Nach ihren WM-Einsätzen kehren jetzt die Franzosen Olise und Dayot Upamecano sowie Englands Nationalmannschaftskapitän Kane zurück. Auch die Rekonvaleszenten Musiala, Serge Gnabry, Alphonso Davies, Lennart Karl und Neuzugang Ismael Saibari sollen nach und nach zum Kader stoßen. Wie der deutsche Nationalspieler Nathaniel Brown ist auch der Marokkaner Saibari ein Neuzugang.
«Es ist wichtig, dass sich der Kern der Mannschaft nicht großartig verändert hat und wir frische Spieler dazubekommen haben, die den Kader verstärken», sagte Neuer. Weil der Kader aber noch nicht komplett ist, dürfen sich einige Teenager weiter beweisen. Ob es dann bei den Profis, der zweiten Mannschaft, in der Jugend oder auf Leihbasis woanders weitergeht, werden die nächsten Wochen zeigen.
Leipzig, Heidenheim – und dann das Titelduell mit Dortmund
In der Heimat bestreiten die Münchner am 15. August zu Hause ein Testspiel gegen RB Leipzig. Sein letztes Vorbereitungsmatch vor dem Pflichtspiel-Auftakt im Supercup absolviert der FC Bayern drei Tage später beim 1. FC Heidenheim. «Wir haben noch Testspiele, wo wir uns Richtung Supercup vorbereiten. Das nehmen wir sehr ernst», sagte Neuer.
Dann schauen bestimmt auch viele Anhänger aus Asien zu. Nach Club-Angaben baute der FC Bayern seine digitale Reichweite der eigenen Medienkanäle weiter aus. So kamen allein an den drei Tagen in Korea über eine Million neue Fans hinzu. «Allein in Asien haben wir 560 Millionen Follower, in Korea acht Millionen und in China über 140 Millionen», sagte Kasper.
© dpa-infocom, dpa:260809-930-504677/1
Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de



