Die Soziologen Armin Nassehi und Irmhild Saake hatten in einem ZEIT-Gastbeitrag ihre Studierenden und ihr eigenes Fach scharf kritisiert. Hier widersprechen ihnen ihre Kollegen Stephan Lessenich und Sarah Nies.
In München steht ein Hofbräuhaus – und ein Institut für Soziologie, dessen Studierende die Welt nicht verstehen. Oder doch nur auf eine alltagsweltlich verzerrte und erfahrungssprachlich kontaminierte Weise, die mit Soziologie nichts zu tun habe. So urteilen die dort tätigen Dozent:innen Armin Nassehi und Irmhild Saake in ihrem jüngsten ZEIT-Beitrag. Nicht wissenschaftliche Erkenntnis, sondern politische Positionierung sei das Metier ihrer Student:innen. Aller akademischen Aufklärungsarbeit zum Trotz ergingen sie sich immer wieder in der affektiven Ablehnung von Ungleichheit und dem gefühligen Streben nach Gleichheit.
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