Home International Audi erlebt schwierigen Mexiko-Freitag: Nico Hülkenberg erklärt die Hintergründe

Audi erlebt schwierigen Mexiko-Freitag: Nico Hülkenberg erklärt die Hintergründe

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“Es war ein komplizierter Tag”, gibt Nico Hülkenberg nach dem Freien Training zum Großen Preis von Mexiko 2026 (alle Sessions im Formel-1-Liveticker!) offen zu. Der Audi-Pilot kam im zweiten Freien Training nicht über den 15. Platz hinaus und hatte mehr als eine Sekunde Rückstand auf die Bestzeit von Charles Leclerc im Ferrari.

“Wir müssen uns einige Dinge genauer ansehen und alles für morgen in Ordnung bringen”, macht Hülkenberg keinen Hehl daraus, dass noch Nachholbedarf besteht. “Es gibt viel zu tun und zu verbessern. Es war definitiv einer der anspruchsvolleren Freitage.”

Immerhin weiß der 39-Jährige, woran Audi bis zum Qualifying am Samstag arbeiten muss. “Es fühlt sich einfach nach wenig Grip an”, berichtet er. “Davon gibt es hier ohnehin nicht viel, das war schon immer so. Aber dieses Jahr ist es im Vergleich noch ausgeprägter, weil die Autos grundsätzlich weniger Abtrieb haben.”

“Wir müssen also versuchen, ein paar Dinge zu optimieren. Vielleicht sind wir gar nicht so weit weg, wie es scheint, aber im zweiten freien Training war es ziemlich schwierig, eine gute Rundenzeit herauszuholen.” Am Ende fehlten dem Deutschen genau 1,196 Sekunden auf die Bestzeit.

Gabriel Bortoleto erlebt “ungünstigen” Mexiko-Freitag

Hinzu kommen Schwierigkeiten mit der Audi-Antriebseinheit, die offenbar erneut nicht ganz perfekt funktioniert. “Mit dem Turboloch gab es keine Probleme”, lobt Hülkenberg. “Aber was die Temperaturen angeht – da haben wohl die meisten Teams zu kämpfen und kommen ein wenig ins Schwitzen.”

Hülkenberg hat nur abseits der Strecke aktuell Grund zum Lachen

Foto: LAT Images

Auch Teamkollege Gabriel Bortoleto erlebte einen schwierigen Freitag: Im ersten Training musste der Brasilianer sein Cockpit für Freddie Slater räumen, in der zweiten Session wurde der Audi-Pilot durch ein technisches Problem ausgebremst. Das war “natürlich ungünstig”, gibt Audi-Rennleiter Allan McNish zu.

“Letztendlich konnte er nur ein paar Runden drehen”, sagt der Schotte mit Blick auf die Ergebnisse, in denen Bortoleto mit deutlichem Abstand den letzten Platz belegte. “Dennoch war es wichtig, dass er ins Auto steigen und ein Gefühl dafür entwickeln konnte.”

“Diese Strecke hat – auch wenn man sich dort recht schnell zurechtfindet – ihre ganz eigene Charakteristik; man muss das Auto nicht nur fahren, sondern auch ein Gespür dafür entwickeln. Er konnte zumindest ein erstes Gefühl mitnehmen, sodass er nun eine Vorstellung davon hat, was ihn morgen erwartet.

So lief das Formel-1-Debüt für Audi-Junior Freddie Slater

Kaum besser lief es für Audi-Junior Slater, der im ersten Training ebenfalls nur wenig Fahrzeit bekam. “Es war sein erstes Mal in unserem Fahrzeug auf einer Formel-1-Strecke – ein bedeutender Tag für ihn”, sagt McNish. “Zu Beginn absolvierte er einige Runden, die im Grunde nur Funktionsprüfungen waren.”

“Als er dann richtig loslegen wollte, trat ein Problem auf – es befand sich etwas im Kühlkanal.” Kurios: Die Audi-Mechaniker hatten vergessen, ein Kühlgebläse aus dem Seitenkasten zu entfernen, und schickten den jungen Briten damit auf die Strecke.

Das führte offenbar zur Überhitzung. “Er musste warten, bis alles abgekühlt war, bevor er wieder auf die Strecke konnte”, sagt der Audi-Rennleiter und fasst Slaters Formel-1-Debüt kurz zusammen: “Um ganz offen zu sein: Es war schwierig.”

“Aber was er gezeigt hat, entsprach genau meinen Erwartungen: Er fuhr präzise, ​​gut und ohne unnötiges Risiko”, lobt McNish. “Zudem war er – gemessen an den Rundenzeiten, die er erreichte – auch schnell unterwegs. In sieben Tagen bekommt er in Brasilien eine weitere Gelegenheit, und wir sind sehr gespannt darauf, wie er sich dort schlagen wird.”

Audi-Rennleiter McNish: “Wir konnten eine ganze Menge lernen”

Für Hülkenberg und Bortoleto steht zunächst noch das restliche Wochenende in Mexiko auf dem Programm. Und trotz des schwierigen Freitags schöpft Audi offenbar Hoffnung. “Wir konnten [am Freitag] eine ganze Menge lernen, da wir als Audi zum ersten Mal hier in Mexiko sind”, erinnert McNish.

“Es gab viele neue Erfahrungen, allen voran die Herausforderung durch die große Höhenlage. Das betrifft sowohl das Chassis als auch die Antriebseinheit. Das Team arbeitet jetzt intensiv daran, die richtigen Ansätze für den weiteren Verlauf zu finden.”

“Es gibt Bereiche, auf die wir uns konzentrieren müssen, da die Bedingungen hier sehr spezifisch sind”, ergänzt der Audi-Verantwortliche. “Die Anforderungen für das Qualifying unterscheiden sich wahrscheinlich von denen für das Rennen. Man muss also direkt [Samstag] früh den Fokus auf das Renn-Set-up legen.”

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