Home International “Parkte mit acht Truck im Fahrerlager”: Cairoli liefert Anekdoten über Antonelli

“Parkte mit acht Truck im Fahrerlager”: Cairoli liefert Anekdoten über Antonelli

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Der Aufstieg von Matteo Cairoli, der als DTM-Rookie dieses Jahr drei DTM-Siege holte und Gesamt-Fünfter wurde, ist untrennbar mit der Familie von Formel-1-Weltmeister Andrea Kimi Antonelli verbunden: Denn mit 17 Jahren fuhr der Italiener 2014 beim Team von Marco Antonelli im Porsche-Carrera-Cup Italia seinen allerersten Titel ein – und lernte dessen siebenjährigen Sohn kennen.

“Ich habe ihn aufwachsen sehen. 2014 bin ich noch für seinen Vater gefahren und konnte schon damals erkennen, dass er etwas ganz Besonderes ist”, erzählt Cairoli im Gespräch mit Motorsport-Total.com. “Er hat tatsächlich den Truck im Fahrerlager geparkt – und er war acht Jahre alt. Er hat noch nicht mal rausgesehen. Wenn du mich heute fragst, wer mein Idol ist, dann ist es Andrea.”

Eine ungewöhnliche Aussage, denn Cairoli ist um zehn Jahre älter als der Formel-1-Sensationspilot, der sich am vergangenen Wochenende mit 20 Jahren zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten krönte. Doch der frühreife Filius, der gerade mit dem Kartsport begann, faszinierte den Motorsport-Spätstarter Cairoli schon vor fast 13 Jahren.

Wie Antonelli als Kind einen 600-PS-Lamborghini steuerte

“Ich erinnere mich an einen Test. Damals war er ebenfalls noch ganz klein und saß in einem Lamborghini Super Trofeo. Sein Vater saß am Steuer, Andrea saß auf seinem Schoß und durfte das Auto ausprobieren, indem er nur lenkte, weil er noch nicht an die Pedale herankam”, liefert Cairoli eine weitere Anekdote.

“Andrea”, wie er Kimi Antonelli nennt, “sei damals seiner Erinnerung nach “acht oder neun” Jahre alt gewesen – und lenkte einen Lamborghini aus dem Super-Trofeo-Markenpokal mit über 600 PS. “Einfach unglaublich süß”, sagt Cairoli schmunzelnd. “Solche Momente werde ich wirklich nie vergessen.”

Erfolgsgeschichte: Cairoli mit Teambesitzer Marco Antonelli und dem kleinen Kimi

Foto: Porsche

Was er an Antonelli jedoch am meisten schätzt? “Dass der Andrea, den ich 2014 kennengelernt habe, immer noch derselbe ist, den ich heute kenne”, merkt Cairoli auf. “Natürlich ist er älter geworden, hat viel mehr Erfolge gefeiert und ist mittlerweile eine Legende. Aber sein Charakter ist immer noch derselbe.”

“Eigentlich fast selbstverständlich, dass du arroganter wirst”

Das sei gerade wegen des enormen Bekanntheitsgrades in jungen Jahren äußerst ungewöhnlich. “Wenn du als Teenager plötzlich extrem berühmt wirst, für das beste Team in der Formel 1 fährst und dich jeder kennt, ist es eigentlich fast selbstverständlich, dass du ein bisschen arroganter wirst oder dich sonst wie veränderst.”

Doch Antonelli, mit dem er nach wie vor in Kontakt ist, sei immer noch “derselbe wie vor zwölf Jahren”, meint Cairoli. “Das ist einfach unglaublich.” Als er damals im Porsche-Carrera-Cup Italia für Antonelli Motorsport an den Start ging, war auch der heutige Formel-1-Weltmeister stets in der Box mit dabei.

“Ich glaube, damals war ich für ihn auch so etwas wie ein Vorbild. Wir standen uns wirklich sehr nahe”, erinnert er sich an das Jahr, in dem er sechs Siege einfuhr und dem Team auch den Titel in der Teamwertung bescherte. Bei Cairolis Sieg in Le Castellet durfte der damalige Kart-Youngster mit der großen Zukunft sogar mit auf das Podest.

Cairoli erinnert sich an Bedingung von Antonellis Mutter

Cairoli ist überzeugt davon, dass Antonellis Familie einen großen Anteil an seiner positiven menschlichen Entwicklung hat: “Sie haben wirklich viel für ihn getan und vor allem versucht, ihn auf dem Boden zu halten.”

Der Italiener gibt ein Beispiel: “Ich erinnere mich zum Beispiel noch sehr gut daran, dass seine Mutter gesagt hat: Wenn du die Schule nicht abschließt, brauchst du gar nicht erst ans Kartfahren oder an irgendeine Formel-Serie zu denken. Sie hatten einen klaren Plan, was er zu tun hatte, und er hat ihn auch eingehalten.”

Wie er den Charakter Antonellis beschreiben würde? “Authentisch”, antwortet Cairoli. “Er sagt frei heraus, was er denkt, aber auf eine sehr positive Art und Weise. Er ist ehrlich und einfach ein cooler Typ. Wirklich, an ihm gibt es nichts auszusetzen.”

Diese Authentizität seines jungen Idols sei ihm auch bei sich selbst wichtig. “Ich werde mich nie verändern”, sagt Cairoli. “Ich glaube, der Matteo von vor 20 Jahren ist heute noch derselbe. Mir geht es da wie Andrea: Ich möchte meinen Charakter nicht verändern und mir auch keine Maske aufsetzen, um anderen etwas vorzuspielen.”

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