2024 wurde das DTM-Nachwuchsprogramm “Road to DTM” ins Leben gerufen – und 2026 hat es mit Finn Wiebelhaus erstmals ein Sieger des Programms in die DTM geschafft. Und wie! Der junge Hesse beeindruckte im HRT-Ford schon an seinem ersten DTM-Wochenende mit Startplatz zwei und fuhr die ersten zwei Podestplätze mit dem Ford Mustang ein. Doch wer sind jetzt seine Nachfolger?
2026 wurde das Programm in vier Serien ausgetragen – und es gibt fünf Sieger, die sich nun über eine Förderung freuen dürfen. Auch Wiebelhaus’ direkter Nachfolger kommt aus Hessen – und hat einen prominenten Förderer: Es handelt sich um den 22-jährigen Finn Zulauf, der von Marco Wittmanns Managementfirma “3Eleven Performance” betreut wird.
Zulauf, der im ADAC GT Masters gemeinsam mit Felix Hirsiger für das Lamborghini-Team Engstler antrat, holte gemeinsam mit seinem Teampartner beim Saisonfinale in Hockenheim neben der Road-to-DTM-Trophäe auch den Titel in der DTM-Nachwuchsserie und schrieb Geschichte.
Wie Finn Zulauf 2026 Road-to-DTM-Geschichte schrieb
Denn bereits 2024 hatte Zulauf als Champion der ADAC GT4 Germany die Road-to-DTM-Nachwuchsförderung gewonnen und stieg in der Folge in das ADAC GT Masters auf. “Es ist eine sehr coole Story, dass ich nach dem Erfolg in der ADAC GT4 Germany nun auch das ADAC GT Masters gewonnen habe und damit der erste Fahrer bin, der die ‘Road to DTM’ in beiden Meisterschaften für sich entschieden hat”, freut sich Zulauf.
Er darf sich – sollte er es in die DTM schaffen – über den Erlass der Nenngebühr und ein Kontingent an kostenlosen Reifensätzen freuen. Warum Hirsiger nicht in den Genuss der Förderung kommt? Der Schweizer ist bereits 28 Jahre alt, doch das ADAC-GT-Masters-Reglement schreibt vor, dass nur Piloten ab dem Geburtsjahr 2001 an der Wertung teilnehmen dürfen.
Aber nicht nur im ADAC GT Masters, sondern auch in den DTM-Nachwuchsserien GT4 Germany, BMW-M2-Cup und im Kartsport gibt es Sieger des Road-to-DTM-Programms, die besonders gefördert werden.
Wer sind die anderen Road-to-DTM-Sieger?
In der ADAC GT4 Germany sicherten sich gleich zwei Fahrer die Krone: der 22-jährige Berliner Denny Berndt und der 23-jährige Australier Lachlan Robinson gleich zwei Fahrer die Krone in der Road-to-DTM-Wertung. Das liegt daran, dass sie gemeinsam im Porsche 718 Cayman GT4 des W&S-Teams den Fahrer- und Junior-Titel einfuhren.
Road-to-DTM-Sieger: Schrey, Zulauf, Berndt und Robinson (v.l.n.r.)
Foto: ADAC Motorsport
Das Duo würde bei einem Aufstieg ins ADAC GT Masters in den Genuss der Road-to-DTM-Förderung kommen. “Das Programm Road to DTM ist interessant für mich – genauso wie der GT3-Sport. Es wäre eine Ehre, im ADAC GT Masters antreten zu dürfen”, stellt Robinson klar, dass genau das sein Ziel ist. Noch ist diesbezüglich aber keine Entscheidung gefallen.
Im erstmals vom ADAC ausgetragenen BMW M2 Cup setzte sich Routinier Michael Schrey aus Wallenhorst durch. Der 43-Jährige, der bereits 2021 die ADAC GT4 Germany für sich entschied, war der überragende Fahrer der Saison.
Schreys Glück: Anders als im ADAC GT Masters gibt es im BMW-M2-Cup in der Road-to-DTM-Wertung keine Altersschranke, weshalb er die Förderung bei einem Aufstieg in die GT4 Germany nutzen könnte.
Road-to-DTM-Sieger erhält ab 2027 deutlich mehr Förderung
Die unterste Stufe des Nachwuchsprogramms bildet die Deutsche Kart-Meisterschaft, wo die “Road to DTM” in der OK-N-Kategorie ausgetragen wird. Dort sicherte sich der Tscheche Jakub Kamenik den Titel und damit auch die Road to DTM-Trophy. Für 2027 erhält er die Startgebühr im BMW-M2-Cup oder in der ADAC GT4 Germany. Damit bietet sich ihm die Chance, direkt vom Kart- in den Automobilsport aufzusteigen.
Der Nachteil für die aktuellen Sieger: Erst ab 2027 findet das Road-to-DTM-Nachwuchsprogramm unter deutlich geänderten Vorzeichen statt, wodurch die Förderung in Hinblick auf Sachpreise nicht mehr so sehr nach dem Gießkannenprinzip durchgeführt wird.
Insgesamt stehen im kommenden Jahr 1,5 Millionen Euro an Geld- und Sachpreisen zur Verfügung. Davon profitieren erstmals fast ausschließlich die Gewinner der “Road to DTM”.
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