Adel: Eine Familie, zwei Stiftungen

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Das «Haus Hessen» ist ein Adelsgeschlecht, das die Herrscher verschiedener Fürstentümer gestellt hat, aus denen das heutige Land Hessen hervorgegangen ist. Seit 2013 ist Donatus Landgraf von Hessen der Kopf der Familiendynastie. Er ist Urenkel des letzten Königs von Italien und Urururenkel von Queen Victoria. 

Das Haus Hessen wurde nach dem Ersten Weltkrieg verpflichtet, Schlösser, Parks und Kunstsammlungen erstens zu erhalten und zweitens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So entstand 1928 die «Hessische Hausstiftung». 

2012 wurde eine zweite Stiftung gegründet: die «Kulturstiftung des Hauses Hessen». In sie wurde der Kunst- und Kulturbesitz der Familie überführt, während die Wirtschaftsbetriebe der Familie in der Hausstiftung verblieben. 

Dazu zählen laut Homepage ein Weingut im Rheingau, ein Pferdegestüt in Schleswig-Holstein und zwei Hotels. Sie werden unter der Marke «Prinz Hessen» geführt. 2022 erwarb die Investorengruppe Peakside das Grandhotel «Hessischer Hof» an der Frankfurter Messe. 

In Interviews begründete das Familienoberhaupt die Trennung seinerzeit unter anderem mit der Erbschaftssteuer: «Ohne die Aufteilung des Vermögens hätte die Familie die Erbersatzsteuer zwar bezahlen, aber nicht mehr dem Stiftungszweck nachkommen können», sagte der Landgraf 2019 dem Magazin «Wir – Das Magazin für Unternehmerfamilien».

© dpa-infocom, dpa:260220-930-711076/1

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