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Andrée Blouin: Sie galt als gefährlichste Frau Afrikas

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Andrée Blouin war eine Ausnahmeerscheinung: In Guinea und im Kongo kämpfte sie gegen Europas Kolonialherren. Vierzig Jahre nach ihrem Tod ist ihr bewegtes Leben neu zu entdecken.

“Nichts hat mich so politisiert wie der Tod meines erst zwei Jahre alten Sohnes”, schreibt Andrée Blouin in ihren Memoiren. An Malaria war er gestorben, in ihren Armen, 1944 in Bangui, der Hauptstadt der französischen Kolonie Ubangi-Schari in Zentralafrika, wo die spätere Befreiungskämpferin mit ihrem französischen Mann lebte.

Blouins Sohn René brauche unbedingt Chinin, mehrere Tabletten am Tag, erklärte ihr ein Arzt, als das Kleinkind einen schweren Fieberanfall erlitt. Doch der für das Gesundheitswesen verantwortliche französische Kolonialbeamte war der Meinung, dass nur Weiße einen Anspruch auf das begehrte Medikament hätten. Blouin wurde bei dem Franzosen vorstellig, der fern von Paris wie ein kleiner König herrschte. “Sie sind schwarz”, erklärte er ihr, “also ist Ihr Sohn auch schwarz. Also bekommt er kein Chinin.”

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