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Angriffe auf den Iran: Ölpreis steigt auf 80 Dollar je Barrel

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Die Eskalation in Nahost treibt die Ölpreise nach oben. Experten warnen vor einem Anstieg auf bis zu 100 Dollar je Barrel, sollte die Straße von Hormus gesperrt bleiben.

Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran ist der Ölpreis deutlich gestiegen. Der Preis der Nordseesorte Brent stieg im außerbörslichen Handel um zehn Prozent auf rund 80 Dollar je Barrel, wie Ölhändler berichten. Analysten rechnen mit einem weiteren Preisanstieg um bis zu 100 Dollar und mehr. Das ⁠wäre ein Anstieg um rund 37 Prozent seit
Freitag, als der Preis ​auf ein Jahreshoch von 73 Dollar zugelegt
hatte.

Entscheidend hierfür sei weniger der Militärschlag selbst, sondern “die Schließung der Straße von Hormus“, sagte Ajay Parmar vom Analysehaus ICIS.

Seit Samstag ist der Öl- und Gastransport durch die Straße von ​Hormus praktisch zum Erliegen gekommen. Der Iran hatte Schiffen die Durchfahrt durch die Wasserstraße verboten. Die meisten Tanker-Eigner, Ölkonzerne und Handelshäuser setzten daraufhin ihre Lieferungen aus, wie aus Handelskreisen verlautete. Über die Straße von Hormus werden mehr als 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert.

Reiche sieht Deutschland kaum betroffen

Um die Lage zu entspannen, beschloss das Ölbündnis OPEC+, die Fördermenge ab April um 206.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, weniger als 0,2 Prozent der weltweiten Nachfrage. Experten bezweifeln jedoch, dass dieser Schritt ausreicht. Selbst durch Umleitungen über Pipelines dürfte die Sperrung der Meerenge einen Verlust von acht bis zehn Millionen Barrel Rohöl pro Tag bedeuten.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betrachtet die Versorgung Deutschlands
mit Öl und Gas als gesichert. Es würden “keine signifikanten Mengen” Flüssiggas über diesen
Seeweg nach Deutschland importiert, sagte die CDU-Politikerin in der
ARD-Sendung Bericht aus Berlin. Gas ​beziehe Deutschland vorwiegend über Pipelines aus Norwegen und Belgien, Flüssiggas überwiegend aus den USA und Kanada. Vor allem China, Indien, Japan und Südkorea könnten aus ihrer Sicht Probleme bekommen.

Die Straße von Hormus ist eine der zentralen Engstellen des globalen Energiehandels. Täglich passieren etwa ein Fünftel der weltweiten Ölmengen die Meerenge. Jede Störung kann die Energiepreise in die Höhe treiben und die internationalen Märkte verunsichern.

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