DIE ZEIT: Herr Rüggemeier, Sie erforschen, wie sich das Christentum in antiken Städten ausbreitete. Nach seinem Tod wurde Jesus im weltgeschichtlich wichtigsten Imperium bekannt, im Römischen Reich. Was für ein Reich war das im Jahr 30 nach Christi Geburt?
Jan Rüggemeier: Unter Kaiser Augustus gewannen die Römer die Herrschaft über den gesamten Mittelmeerraum. Sie selbst nannten das Pax Romana, den Römischen Frieden – manche der besetzten Völker sahen das anders. Größere Kriege gab es aber nicht, nur temporäre Aufstände. Deshalb konnte ein internationaler Handel blühen. Durch ihn entstand schrittweise so etwas wie eine Mittelschicht mit einem gewissen Wohlstand und einer soliden Bildung. Diese Leute sprach das werdende Christentum unter anderem an. Mit dem Handel kamen zudem Geschäftsleute und Migranten, die vom östlichen in den westlichen Mittelmeerraum vordrangen und den neuen Glauben in den Städten verbreiteten.
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