Boris Palmer (parteilos) will nach dem Landtagswahlsieg der Grünen in Baden-Württemberg Oberbürgermeister von Tübingen bleiben. Das habe er dem Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir mitgeteilt, sagte Palmer der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit einen Bericht der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten.
Zuvor hatte es Spekulationen darüber gegeben, ob Palmer Minister in einer künftigen Landesregierung in Baden-Württemberg werden würde. Özdemir hatte im Wahlkampf demonstrativ die Nähe zu dem früheren Grünen-Politiker gesucht, der inzwischen parteilos ist. Die beiden absolvierten zudem mehrere Wahlkampftermine zusammen. Palmer hatte dem Spitzenkandidaten der Grünen im Gegenzug Beratung und Unterstützung angeboten. Zu den Gerüchten über ein mögliches Ministeramt hatte sich Palmer jedoch nie eindeutig geäußert.
Palmer gilt bei den Grünen als sehr umstritten. Er war lange Zeit Mitglied, trat dann aber nach mehreren Skandalen aus. Immer wieder gab es Kritik an seiner als rassistisch empfundenen Wortwahl und politischen Haltung, unter anderem wegen der Benutzung des N-Wortes. Vor allem die Grüne Jugend lehnt ihn ab.
Palmer ist gleichzeitig ein enger Freund von Özdemir. Bei der Hochzeit von Özdemir im Wahlkampf führte Palmer die Trauung durch. Auf die Frage, welche landespolitische Rolle der Tübinger nach der Wahl spielen werde, sagte Özdemir, selbstverständlich werde Palmer für ihn auch eine wichtige Rolle spielen. Noch verteile man aber keine Ämter.
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