Home Home Benjamin Netanjahu: “Netanjahu hat schon immer von einem Großisrael geträumt”

Benjamin Netanjahu: “Netanjahu hat schon immer von einem Großisrael geträumt”

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Vielen Israelis gilt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als Lebensversicherung ihres Staates. Der Historiker Moshe Zimmermann sieht ihn als Totengräber der Demokratie.

Er sei ein Hindernis auf dem Weg zum Frieden, sagt der Historiker Moshe Zimmermann über Israels Langzeit-Premier Benjamin Netanjahu. Im Interview spricht Zimmermann über den Rechtsruck in seinem Land.

ZEIT Geschichte: Benjamin Netanjahu gilt als “König von Israel”, er amtiert zum dritten Mal als Ministerpräsident und regiert das Land länger als dessen Gründervater David Ben Gurion. Wie hat er es geschafft, so lange an der Macht zu bleiben?

Moshe Zimmermann: Netanjahu ist ein Nationalist, er spricht das aus, was die Mehrheit in Israel denkt. Und er ist ein talentierter Politiker. Er kann Unwahrheiten sagen, ohne mit der Wimper zu zucken. Noch entscheidender aber ist: Es gibt keine Alternative zu ihm. Weder als Ministerpräsident noch als Chef der Likud-Partei. Dafür hat er selbst gesorgt: Seine Minister sind bestenfalls mittelmäßig. Und alle sind von ihm abhängig, sie werden keine Meuterei beginnen. Netanjahu ist inzwischen 76 Jahre alt, aber kaum jemand denkt laut über einen Nachfolger nach.

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