In Sachsen wird das Modellprojekt «Ganzjahrespiloten» zur Verzahnung von Schule und Nachmittagsbetreuung um ein weiteres Schuljahr verlängert. Das bereits seit 2022 laufende Projekt soll ganztägige Bildung ermöglichen und das Lernen erleichtern, indem Lehrkräfte und Hortfachkräfte stärker zusammenarbeiten, teilte Sachsens Bildungsministerium mit.
So sollen Schülerinnen und Schüler erfolgreicher lernen. Bislang sind Unterricht und Nachmittagsbetreuung meist klar voneinander getrennt. Derzeit wird das Modell an elf Standorten erprobt – darunter acht Grundschulen, zwei Förderzentren sowie eine Oberschule.
Die Umsetzung des Modellprojekts wird zudem wissenschaftlich begleitet durch die Evangelische Hochschule Dresden, heißt es weiter. Langfristig sollen demnach Modelle entwickelt werden, die auf andere Schulen ausgeweitet werden können.
Möglich geworden ist die Verlängerung des Projekts durch die Verabschiedung des aktuellen Doppelhaushalts mit Hilfe der Stimmen der Fraktionen von Linken und Grünen. Ab dem kommenden August gilt für Kinder an Grundschulen ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.
Vor diesem Hintergrund mahnt die Grünen-Fraktion im sächsischen Landtag zu mehr politischer Aufmerksamkeit für das Thema Ganztagsbetreuung über die Pilotprojekte hinaus. Es gebe strukturelle Probleme, sagte Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag. Das betreffe unter anderem «die Professionalisierung des Personals» sowie die Förderung von «Kooperationsstrukturen zwischen Jugendhilfe (Hort), Schule und außerschulischen Lernorten».
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