Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strebt laut eigener
Aussage eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten Bundestagswahl an.
“Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen”, sagte der
70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies darauf, dass
sein Vater im Januar 102 geworden sei. An den rheinland-pfälzischen
CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 22. März, Gordon Schnieder,
gerichtet, äußerte Merz die Hoffnung, dass “wir in fünf Jahren, hier wieder
stehen”. Er selbst als Bundeskanzler und Schnieder als Ministerpräsident.
Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte Merz kürzlich gute Voraussetzungen für eine lange politische Karriere bescheinigt. “Sein
Vater ist über 100 Jahre alt, seine Mutter knapp drunter”, sagte der
CDU-Generalsekretär dem Magazin Stern. “Er hat also die Gene, dass er noch sehr lange
Politik machen kann.”
Eine Debatte über eine erneute Kanzlerkandidatur von Merz
hielt der CDU-Generalsekretär allerdings für verfrüht. Merz ist der älteste
Bundeskanzler seit Konrad Adenauer, der 1963 im Alter von 87 Jahren aus dem Amt
schied.
Wohlstand sichern durch mehr Arbeit
Merz äußerte sich beim Politischen Aschermittwoch auch erneut
zur Arbeitsmoral der Deutschen. Deutschland hätte den heutigen Wohlstand nicht,
“wenn unsere Eltern mit dieser Mentalität an die Arbeit gegangen wären, die wir
heute zum Teil sehen”, sagte der Kanzler. Er wolle alle dazu motivieren, eine
neue Kraftanstrengung miteinander zu unternehmen, um den Wohlstand zu erhalten.
“Nicht mit Zwang, nicht mit Druck, nicht mit neuen Gesetzen, sondern einfach
mit Fröhlichkeit an der Arbeit.”
Merz hatte bereits in seiner ersten Regierungserklärung im
Mai gesagt, die Deutschen müssten “wieder” mehr arbeiten. Ende Januar
hatte der CDU-Wirtschaftsflügel mit einem Antrag zur Einschränkung des
Rechtsanspruchs auf Teilzeit eine Debatte ausgelöst. Nach anschließenden Änderungen
ist in dem Dokument nur noch die Rede davon, Teilzeitansprüche zu “ordnen” –
die Bezeichnung “Lifestyle-Teilzeit” kommt nicht mehr vor.
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