Champagner-Vergiftung in Weiden: Eine Flasche Champagner, ein Toter und die Frage: warum?

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Als Carola Potrz aus dem italienischen Restaurant in die kalte Nacht stürzt, verschwimmt die Realität vor ihren Augen. Sie hat das Gefühl, mit ihren Händen durch den Asphalt unter sich greifen zu können. Sie schreit um Hilfe, ringt nach Luft.

Es ist die Nacht des 12. Februar 2022. Carola Potrz reißt sich die Haare aus, dann verliert sie das Bewusstsein, sie krampft fünfzehn Minuten lang. Ein Helikopter bringt sie später von dem Restaurant in Weiden in der Oberpfalz in die Uniklinik Regensburg.

Vier Jahre später sitzt einem eine ernste Frau gegenüber, 41 Jahre alt, die langen Haare fallen über ihre Bluse. Carola Potrz erzählt schnell und bestimmt von jener Nacht, die sich bis heute in ihr Leben drängt. Woran sie sich sonst noch erinnert: zwei Virgin Colada, pastellgelb, alkoholfrei. An den Platz an der Bar und ihre Freundin Andrea neben sich. Die anderen Stammgäste am Tisch gegenüber, sie kennt ein paar von ihnen lose. An Markus G., der an einer Datingshow teilgenommen hat, und den Fernseher an der Wand, der deshalb läuft. Wie eine Champagnerflasche geöffnet wird. Sie erinnert sich an das pinke Glas, das ihr gereicht wird. An den kleinen Schluck, den sie nimmt. Wie bitter es schmeckt. Und wie Potrz ihre Freundin kurz danach anschreit: “Das war Gift!”

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