Dänemark wird am 24. März ein neues Parlament wählen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gab dazu am Donnerstag den Termin für die
vorgezogene Wahl offiziell bekannt. “Es liegt nun an Ihnen, den
Wählern, zu entscheiden, welche Richtung Dänemark in den nächsten vier
Jahren einschlagen wird. Und ich freue mich darauf”, sagte die
48-jährige Sozialdemokratin im Parlament.
Parlamentswahlen müssen in Dänemark mindestens alle vier Jahre
stattfinden, aber der Ministerpräsident oder die Ministerpräsidentin
kann jederzeit Neuwahlen ausrufen. Die letzte Wahl fand am 1. November
2022 statt und führte zu einer Dreiparteienkoalition über die
traditionellen Blockgrenzen hinaus. Fredriksen, die bereits seit 2019
Regierungschefin ist, führt derzeit ein Bündnis mit der Partei Venstre
von Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und den Moderaten von
Außenminister Lars Løkke Rasmussen an.
175 der 179 Sitze des dänischen Parlaments,
bekannt als Folketing, gehen an Abgeordnete, die Wahlkreise in Dänemark
vertreten. Jeweils zwei Sitze gehen an die halbautonomen Territorien Grönland und die Färöer-Inseln.
Die Hauptwahlkampfthemen dürften neben Migrationspolitik auch Grönland und die USA sein. Frederiksen hofft, dass ihre entschlossene Haltung
gegenüber dem US-Präsidenten Donald Trump von den Wählerinnen und Wählern gewürdigt wird. Sie hatte gewarnt, dass eine Übernahme Grönlands
durch die USA das Ende der Nato bedeuten würde, und Trumps Angebote klar
zurückgewiesen. Sie erhielt dabei Unterstützung von zahlreichen anderen
europäischen Regierungschefs.
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