Viele Jugendliche fühlen sich bei dem neuen Wehrdienst laut Bundesschülerkonferenz übergangen. Das sagte die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, Amy Kirchhoff, im ZDF-Morgenmagazin kurz vor Beginn von bundesweiten Demonstrationen unter dem Motto «Schulstreik gegen Wehrpflicht». Die Entscheidung sei «von oben» von der Politik gefällt worden, ohne vorher mit den jungen Menschen zu sprechen.
Schon Anfang Dezember hatten Schülerinnen und Schüler in vielen Städten demonstriert. Im Tagesverlauf sollte es erneut Proteste geben – so auch in Bonn, Bochum, Düsseldorf oder Münster. Grundsätzlich fühlten sich viele «nicht gehört» bei mehreren Themen, bei denen es um ihre Zukunft gehe – auch etwa bei der Rente, kritisierte Kirchhoff. Es brauche eine «strukturelle Verankerung von Jugendbeteiligung.»
Seit Jahresbeginn gilt ein Gesetz für den neuen Wehrdienst. Alle 18-jährigen Männer und Frauen erhalten einen Fragebogen, mit dem ihre Eignung und ihre Motivation für die Bundeswehr erhoben wird. Männer müssen diesen verpflichtend ausfüllen. Sollte es der Bundeswehr mit Hilfe des Fragebogens nicht gelingen, genügend Freiwillige zu gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Einführung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht vor.
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