Home Home Deutscher Buchhandlungspreis: Börsenverein kritisiert Ausschluss von Buchhandlungen bei Preisvergabe

Deutscher Buchhandlungspreis: Börsenverein kritisiert Ausschluss von Buchhandlungen bei Preisvergabe

0
5
Unter Berufung auf den Verfassungsschutz hatte Wolfram Weimer drei Läden vom Buchhandlungspreis ausgeschlossen. Der Börsenverein nennt den Vorgang “äußerst fragwürdig”.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat erhebliche Zweifel an dem Verfahren geäußert, mit dem Kulturstaatsminister Wolfram Weimer drei Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen hat. Das Prüfverfahren und seine Ergebnisse blieben für die Betroffenen geheim und seien daher nicht anfechtbar, kritisierte der Dachverband der deutschen Buchbranche.

Konkret beanstandet der Verband das sogenannte Haber-Verfahren, das zur Erkennung von Extremismus eingesetzt wurde. Es bleibe “äußerst fragwürdig, solange keine konkreten Anhaltspunkte offengelegt werden”, teilte Börsenverein-Vorsteher Sebastian Guggolz mit. Die Würdigung der kulturellen Leistung einer Buchhandlung von einer politischen Ausrichtung ihres Sortiments abhängig zu machen, lehne der Verband grundsätzlich ab.

Weimer hatte drei Buchhandlungen in Berlin, Bremen und Göttingen wegen “verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse” von der Preisträgerliste gestrichen, die eine Jury empfohlen hatte. Alle drei Geschäfte waren in der Vergangenheit bereits von
früheren Kulturstaatsministern für ihre Arbeit gewürdigt worden.
Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung über den Vorgang berichtet.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de