Zu einer gerechten Strafjustiz gehört die freie Presse. Das ist die Wahrheit, auch wenn sie Richtern und Staatsanwälten nicht unbedingt gefällt. Die halten die Reporter auf der Pressebank oft für Wichtigtuer und Stänkerer. Die nach Gerechtigkeit strebende Justiz und die sie beobachtende freie Presse aber sind Fundamente der Demokratie. In Tyranneien und Diktaturen gibt es keine gerechte Justiz. Und es gibt keine freie Presse.
Der Reporter Egon Erwin Kisch (1885–1948) wusste das, deshalb gehört er zu meinen Helden der Strafjustiz. Er lebte wie der gleichaltrige Franz Kafka in Prag, war mit ihm bekannt und schrieb wie dieser auf Deutsch. Kisch arbeitete erst unter den Bedingungen der Monarchie, dann unter denen der jungen Republik. Als die Nationalsozialisten kamen, floh er.
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