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Eva Asselmann: “Wir vergleichen uns mit Milliarden Menschen”

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Die Reize prasseln auf uns ein. Internet und KI wirkten wie digitale Brandbeschleuniger, sagt die Psychologieprofessorin Eva Asselmann. Wie geht man damit um?

Unser Leben ist heute komfortabler als früher – und doch fühlen wir uns erschöpfter. Im Internet sind wir permanent mit Erwartungen und Nachrichten konfrontiert. Die Überforderung ist zum Dauerzustand geworden. Da hilft vor allem eins, sagt die Psychologin Eva Asselmann: loslassen. Nur wie geht das?

DIE ZEIT: Frau Asselmann, Sie beschäftigen sich in Ihrer Forschung mit mentaler Gesundheit. Jetzt haben Sie ein Buch geschrieben, das heißt: Too much. Was ist mit “zu viel” gemeint?

Eva Asselmann: Zu viel von allem: das wahnsinnige Tempo und die Fülle an Aufgaben, Informationen und Reizen, die täglich auf uns einprasseln. Das löst bei vielen Menschen ein Gefühl von Überforderung aus. Viele spüren einen starken Erwartungsdruck, weil es unzählige Optionen gibt: Wir sollen wissen, wer wir sein wollen, und uns ständig weiter verbessern. Gleichzeitig bleibt oft das Gefühl, nie zu genügen, denn wir vergleichen uns auf Social Media mit Milliarden Menschen. Und wenn wir die Nachrichten schauen, scheint eine Krise die nächste zu jagen.

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