DIE ZEIT: Herr Bundespräsident, vor zehn Jahren sind wir uns zufällig bei einem Abendessen begegnet, als Sie gerade sechzig geworden waren, hier in Berlin. Damals sagten Sie mir, dass mit dem Geburtstag Melancholie bei Ihnen hochgekommen sei. Nach dem Motto: Jetzt tröpfelt es aus mit dem Berufsleben.
Frank-Walter Steinmeier: Ja, vor meinem Sechszigsten war ich etwas melancholisch. Damals dachte ich, dass das Ende eines spannenden Arbeitslebens in Sichtweite ist. Ich konnte ja nicht damit rechnen, dass da noch viel Aufregendes kommen würde. Der Siebzigste, den ich gerade gefeiert habe, wirkt dagegen fast leicht: Ich fühle mich gesund und schaue mit Neugier in das nächste Jahrzehnt – das ein anderes sein wird, ein Leben nach dem Amt.
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