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Friedrich Merz: Ihn zieht’s hinaus

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Der Bundeskanzler findet Gefallen an seiner Rolle als pragmatischer Staatenlenker in einer Welt im Umbruch. Die politischen Risiken daheim kümmern ihn wenig.

Friedrich Merz steht in der Lobby eines Wolkenkratzers in Abu Dhabi und ist mit den Gedanken: überall. Der Bundeskanzler stattet dem staatlichen Öl- und Gaskonzern Adnoc einen Besuch ab, die Konzernzentrale ist eine Kathedrale der Fossilindustrie. Bevor er in die Panoramaetage im 37. Stock fährt und auf den Reichtum blicken kann, den Öl und Gas den Emiraten beschert haben, will er noch etwas mitteilen. 

Merz spricht über den Iran, ein US-Angriff mit unkalkulierbaren Folgen steht weiter im Raum. Er spricht über die Ukraine und die Verhandlungen, die Amerikaner, Russen und Ukrainer genau hier in Abu Dhabi geführt haben. Über den Besuch eines Beraters von Emmanuel Macron in Moskau, über neue Investitionszahlen in Deutschland. Vor allem aber zeigt sich Merz am Freitagnachmittag regelrecht berauscht von seiner Reise an den Golf, wo er unter anderem in Saudi-Arabien den Kronprinzen, in Katar den Emir und in den Vereinigten Arabischen Emiraten den Präsidenten traf. Merz ist sichtlich froh, ein positives Bild von Deutschland gespiegelt bekommen zu haben. “Deutschland hat hier ein sehr hohes Ansehen”, sagt Merz. Anders als in manchen Debatten daheim, lautet der unausgesprochene Halbsatz. Da tut er sich wieder einmal auf, der Spalt zwischen Außen- und Innenkanzler.

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