Johanna Gereke ist Soziologin am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung. Hani Harb ist Infektionsimmunologe an der TU Dresden. Beide sind Mitglied der Jungen Akademie.
Die Emigration nach Deutschland ist für geflüchtete Wissenschaftler kein Austauschprogramm und kein Karriereplan, sondern erfolgt aus humanitären Gründen. Dennoch wollen viele im deutschen Wissenschaftssystem Fuß fassen. In einem System, das weder besonders international noch besonders offen oder flexibel ist (auch wenn es das gern wäre). Es fehlt an belastbaren Strukturen, um jenen Menschen verlässliche Karrierepfade zu bieten, die zu großen persönlichen Kosten nach Deutschland kommen. Es gilt, diese Lücken zu schließen und dauerhaft Perspektiven für geflüchtete und gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu schaffen. Zwar hat sich in Deutschland seit 2015 viel getan, Förderlinien und Programme wurden auf- und ausgebaut, dennoch bleiben große strukturelle Mängel.
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