Wie verhält sich der Mensch in einer Welt multipler Krisen?
Wie standhaft können oder müssen Künstler sich zur politischen Weltlage
positionieren? Und wer bezahlt am Ende die Rechnung? Diese großen Fragen stellt
die Berlinale jedes Jahr, sie kann gar nicht anders, gilt es doch, ihrem Ruf
als politischstes der A-Festivals gerecht zu werden.
Der Regisseur İlker
Çatak hat diese Überforderung zum Thema seines neuen Films gemacht, der gleich
zu Beginn als erste deutsche Produktion im Wettbewerb der Berlinale läuft. Gelbe
Briefe erzählt von einem Künstlerpaar, dessen Leben auseinanderfällt,
weil es sich regierungskritisch verhalten hat. Binnen zwei Tagen werden beide aus ihren Jobs verbannt – der Autor und Dozent Aziz von der Uni, weil er
seine Studenten ermuntert hat, an einer Friedensdemo teilzunehmen, die
Schauspielerin Derya aus dem Theater, weil ihr Stück zu regimekritisch war.
Vielleicht aber auch, weil sie ein Foto mit dem Gouverneur nach der
Premiere verweigert hat.
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