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Iran: Drei Regimevertreter sollen vorerst Führung im Iran übernehmen

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Im Iran beginnt nach dem Tod Chameneis eine Übergangsphase mit drei Männern an der Spitze. Von den USA aus bringt sich auch der Schah-Sohn Reza Pahlavi ins Spiel.

Nach dem Tod des obersten iranischen Führers Ali Ajatollah Chamenei sollen der Präsident des Landes, Massud Peseschkian, und zwei weitere Regimevertreter die Interimsführung übernehmen. Wie das Staatsfernsehen berichtete, wurden neben Peseschkian der Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und ein Jurist des Wächterrats mit der Aufgabe betraut.

Der Wächterrat gehört zu den einflussreichsten Institutionen im theokratischen System des Iran und war in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich an der Unterdrückung der Opposition beteiligt. Er fungiert als Kontrollorgan, das sicherstellen soll, dass alle ​staatlichen Handlungen mit der schiitischen Interpretation der Scharia vereinbar sind. Er besteht je zur Hälfte aus vom obersten Führer und vom Justizchef ernannten Mitgliedern. Der Rat kann vom Parlament verabschiedete Gesetze per Veto stoppen und Kandidaten für Wahlen disqualifizieren.

Staatsmedien feiern Chamenei als “Märtyrer”

Chamenei war am Samstag bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran getötet worden. Iranische Staatsmedien haben seinen Tod inzwischen bestätigt. Dort wird Chamenei, der 37 Jahre lang als iranisches Oberhaupt wirkte, als “Märtyrer” gefeiert. Berichten zufolge gab es neben der offiziell verschriebenen Trauer im Iran aber auch Jubel, als Chameneis Tod bekannt wurde.

Zur politischen Zukunft des Iran äußerte sich auch US-Präsident Donald Trump. Auf die Frage, ob es jemanden gebe, den er gerne an der Spitze des Irans sehen würde, sagte Trump dem Sender CBS News nach dessen Angaben: “Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.” Namen nannte Trump demnach aber nicht.

Schah-Sohn dankt Donald Trump

Unterdessen brachte sich erneut der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, der im US-Exil lebende Reza Pahlavi, als Übergangsführer des Iran ins Spiel. “Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten”, schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der Washington Post. Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. “Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf”, schrieb er weiter.

“Dank Präsident Trump” sei die Stunde des Friedens nah, schrieb Pahlavi weiter. In der iranischen Opposition ist der Schah-Sohn umstritten. Während der autoritären Herrschaft des Schahs Mohammad Reza Pahlavi wurde die Opposition im Iran brutal unterdrückt.

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