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Iran-Überblick: Israel greift Ziele im Iran an, Tote nach Angriffen im Libanon

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Als Reaktion auf Angriffe hat Israel sowohl den Iran als auch den Libanon attackiert. Friedrich Merz fordert eine Strategie für die Zukunft des Iran. Das war die Nacht

Das israelische Militär und die Hisbollah-Miliz im Libanon haben ihre gegenseitigen Angriffe in der Nacht fortgesetzt. Die vom Iran unterstützte Miliz hat eigenen Angaben zufolge als Reaktion auf israelische Luftangriffe den israelischen Marinestützpunkt in Haifa im Norden von Israel mit Raketen beschossen. Die israelischen Streitkräfte schossen mehrere Geschosse ab.

In den frühen Morgenstunden forderte Israel die Menschen in 16 Dörfern im Libanon auf, sich in Sicherheit zu bringen. In den betroffenen Orten wurden israelischen Berichten zufolge Sirenen ausgelöst, um die Menschen zu informieren. Wenig später meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA mehrere Tote. Ein vierstöckiges Wohnhaus in der ostlibanesischen Stadt Baalbek sei getroffen worden, berichtete die Agentur. Den Angaben zufolge suchen Rettungsteams noch nach Verschütteten.

Angriffe gegen den Iran

Auch der Iran und Israel haben sich in der Nacht angegriffen. In der Region um Tel Aviv waren Polizisten und Bombenentschärfer wegen herabfallender Trümmerteile im Einsatz. Eine Frau wurde laut Rettungskräften leicht verletzt. Auch in Jerusalem wurden AFP-Reportern zufolge mehrere Explosionen wahrgenommen. Das israelische Militär flog ebenfalls erneut Luftangriffe gegen den Iran. Die “breit angelegte Angriffswelle” habe unter anderem Abschussrampen und Luftabwehrsystemen gezielt. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von Explosionen in der Hauptstadt Teheran.

“Es gibt heute kein einziges iranisches Schiff mehr im Arabischen Golf, in der Straße von Hormus oder im Golf von Oman”, sagt der US-Kommandeur Brad Cooper in einem Video auf X. Das Militär der USA hat seit Beginn der Angriffe laut eigenen Angaben 17 iranische Schiffe zerstört, darunter auch ein U-Boot. Insgesamt habe die US-Armee seit Beginn der Angriffe etwa 2.000 Ziele im Iran mit mehr als 2.000 Geschossen getroffen, sagte der Kommandeur.

Merz fordert Strategie für Zukunft des Iran

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach ​seinen Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus den Eindruck, dass die USA “keine wirklich ausformulierte Strategie über die zukünftige zivile Führung” des Iran haben. Während die USA von Anfang ​an gesagt hätten, dass sie das Land nach Angriffen auf Militärstrukturen dem ​iranischen Volk überlassen würden, sei Israel stärker in die Zerstörung der Regimes verwickelt und stünde “vielleicht noch ein bisschen ​mehr in der Verantwortung”, die Frage nach der Zukunft des Iran zu beantworten, sagte Merz.

Merz bekräftigte in Washington, D.C. die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und den USA mit Blick auf den Irankrieg, bekräftigte zugleich aber auch seine Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen. Nachdem der US-Präsident die Regierungen von Spanien und Großbritannien wegen ihrer Haltung im Krieg mit dem Iran bei einem Pressetermin mit Merz öffentlich kritisiert hatte, nahm der Bundeskanzler die Länder hinter verschlossenen Türen nach eigenen Angaben in Schutz.

Angriffe auf Golfstaaten

Der Iran hat nach Angaben der katarischen Regierung zwei Raketen auf Katar abgefeuert. Die Luftabwehrsysteme hätten eine der Raketen erfolgreich abgefangen, teilte das Verteidigungsministerium in Doha mit. Eine zweite ballistische Rakete traf demnach den US-Militärstützpunkt Al-Udeid, Opfer habe es keine gegeben. In Dubai löste ein Drohnenangriff ein Feuer in der Nähe des US-Konsulats ausgelöst. Die Regierung Kuwaits gab indes den Tod zweier Soldaten infolge iranischer Angriffe bekannt.

In Katar haben Behörden zehn mutmaßliche Spione der iranischen Revolutionsgarde festgenommen. Sieben von ihnen hätten den Auftrag gehabt, Informationen über die militärische Infrastruktur des Golfstaats zu sammeln, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur QNA. Drei weitere sollten demnach Sabotageakte verüben. Sie hätten ihre Verbindung zur Revolutionsgarde eingeräumt.

IAEA fordert Zugang zu Atomanlagen

Der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) zufolge gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass der Iran eine Atombombe baut. Allerdings seien die großen Vorräte an fast waffenfähigem Uran und die Weigerung der Regierung, den Inspektoren vollen Zugang zu gewähren, Anlass zu großer Sorge, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi. Solange das Regime in Teheran nicht bei der Klärung offener Fragen helfe, könne man nicht bestätigen, dass das Atomprogramm des Landes ausschließlich friedlichen Zwecken diene.

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