Die USA werden nach
Darstellung von Präsident Donald Trump an der Auswahl des
nächsten obersten Führers des Iran beteiligt sein. “Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela”, zitierte ihn das Nachrichtenportal Axios. Damit bezieht er sich auf den Machtwechsel in Venezuela Anfang des Jahres. Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez hatte dort – auf Drängen der USA – das Amt übernommen, nachdem US-Soldaten den Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen und in die USA
gebracht hatten.
Im Iran gibt es nach der Tötung des geistigen und politischen Führers Ajatollah Ali Chamenei ein Machtvakuum. Die Regelung der Nachfolge stehe noch am Anfang, sagte Trump der Nachrichtenagentur Reuters. Es müsse jemand sein,
“der großartig für das Land, großartig für das Volk” des Irans
sei. Dass Chameneis Sohn Modschtaba das Amt übernehme,
bezeichnete der US-Präsident als sehr unwahrscheinlich.
Trump: Werden Straße von Hormus offenhalten
Zuvor hatte die US-Regierung öffentlich
bestritten, einen Machtwechsel im Iran zu verfolgen. Stattdessen sollten
die Marine und das Raketenprogramm des Landes zerstört werden, sagte
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Trump äußerte sich auch zu den Auswirkungen des Krieges
auf die Ölmärkte. Die Benzinpreise seien bislang nicht stark
gestiegen, sagte der US-Präsident. Die für den Welthandel
strategisch wichtige Straße von Hormus werde man offen halten.
Zum militärischen Verlauf sagte Trump, der Einsatz im Iran schreite schneller voran als geplant. Er nannte es zudem “wunderbar”, sollten die Kurden eine Offensive gegen den Iran beginnen. Trump hatte in den vergangenen Tagen gesagt, die US-Marine werde notfalls Öltankern durch die Straße von Hormus Begleitschutz bieten. Die Regierung in Teheran hat die für Öl- und Erdgaslieferungen wichtige Wasserstraße für gesperrt erklärt.
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