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Irankrieg: Erster Flug aus Dubai in Frankfurt gelandet

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Der erste Emirates-Flug nach dem Angriff auf den Iran hat Passagiere von Dubai nach Deutschland gebracht. Am Abend soll eine weitere Maschine in München ankommen.

Der erste Flug von Dubai nach Deutschland nach Beginn des Krieges gegen den Iran ist in Frankfurt gelandet. Die Maschine der Fluggesellschaft Emirates kam am frühen Nachmittag am Frankfurter Flughafen an. Die Maschine landete kurz nach 13.30 Uhr. Auch auf einer Anzeigetafel im Ankunftsbereich des Flughafens wurde die Landung angezeigt. 

Nach Daten des Flugtrackingdienstes Flightradar24 handelte es sich um einen Airbus A380. Wie viele Passagiere insgesamt an Bord waren und bei wie vielen von ihnen es sich um in Dubai zuletzt gestrandete Urlauber gehandelt hat, war zunächst unklar. Der Flughafen Frankfurt hatte am Vormittag nach Abflug der Maschine bestätigt, dass Passagiere an Bord seien und es sich nicht um einen Leerflug handele.

Wegen der am Samstag begonnenen Luftangriffen Israels und der USA auf den Iran sowie iranischen Raketen- und Drohnenattacken auf Israel und mehrere Golfländer sitzen seit
dem Wochenende Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten
Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen
wollten.

Viele Staaten hatten ihren Luftraum zwischendurch geschlossen,
Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. Laut dem Deutschen Reiseverband
(DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Insgesamt sitzen Hunderttausende Touristen aus verschiedenen Ländern im Nahen Osten fest.

Maschine aus Dubai am Abend in München erwartet

Am Dienstagmorgen hatte der Reisekonzern TUI bekannt gegeben, seine im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage nach Hause bringen zu wollen. Geplant seien Flüge mit den Partner-Airlines Emirates, Qatar Airways und Etihad.

Noch am Abend soll bereits der erste dieser Flüge in München
ankommen. Der Flug EK8051, eine Sondermaschine der Airline Emirates,
wird gegen 19.30 Uhr in München erwartet. An Bord seien rund 200
TUI-Gäste, teilte ein Sprecher des Reiseveranstalters mit.

Zudem stünden zudem eigene TUI-Fly-Maschinen bereit, die auf eine Erlaubnis warteten. TUI verfüge über rund 120 Flugzeuge, die aber keine Verkehrsrechte für die Region hätten, sagte ein Unternehmenssprecher. Derzeit liefen Gespräche mit der Bundesregierung unter Beteiligung auch
anderer Airlines und Reiseveranstalter, wie zusätzliche Kapazitäten
bereitgestellt werden könnten, um Deutsche zurückzuholen.

Auswärtiges Amt bereitet Sonderflüge für Schutzbedürftige vor

Parallel dazu bereitet das Auswärtige Amt nach Angaben von
Außenminister Johann Wadephul (CDU)
die Rückholung besonders schutzbedürftiger
Personen aus der Region vor. Dabei handelt es sich vor allem um Kranke, Kinder und Schwangere.

Geplant sind demnach gecharterte Maschinen
in die Hauptstädte Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman).
Grundsätzlich sieht die Bundesregierung jedoch Reiseveranstalter und
Fluglinien in der Pflicht
, ihre Kunden zurückzubringen.

Das Bereitstellen von Flügen für besonders
vulnerable Gruppen sei “das Mittel zweiter Wahl”, sagte Wadephul. “An
allererster Stelle müssen natürlich die Reiseverkehrsunternehmen hier
eintreten. Und an dritter Stelle, wenn all das nicht reichen sollte,
dann würden wir gegebenenfalls auf die Bundeswehr zurückgreifen.” Ein
Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hatte zuvor mitgeteilt, die
Bundeswehr sei “wirklich das letzte Mittel der Wahl”.

Grüne kritisierten Vorgehen der Bundesregierung

Seitens der Opposition stoßen die Pläne auf Kritik. “Die Bundesregierung muss jetzt dafür Sorge tragen, dass die Zivilistinnen und Zivilisten, die in der Region festsitzen, weil es keine Möglichkeit für Flüge gibt, nach Deutschland kommen können”, forderte etwa die Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann. “Wir haben hier eine Schutzverantwortung”. Für eine Rückkehr müssten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, sagte sie weiter. Es stelle sich die Frage, ob die Bundesregierung ausreichend auf die Eskalation des Konflikts vorbereitet gewesen sei.

Die Angriffe auf den Iran sowie Irans Angriffe auf die Golfstaaten und Israel sowie die vom Iran vorgenommene Sperrung der Straße von Hormus sorgen nicht nur für erhebliche Störungen im internationalen Luftverkehr, sondern auch in der Passagier- und Handelsschifffahrt. Über die Straße von Hormus wird ein großer Teil des international gehandelten Öls transportiert.

Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen den Iran in unserem Liveblog.

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