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Israelischer Geheimdienst: Wie Israels Agenten im Iran spionierten

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Israels Geheimdienst kannte jeden Schritt der iranischen Führung. Wie kam der Mossad so nah? Und: Wie ein Fehler des Verfassungsschutzes eine Frau den Job kostete.

Israelische Geheimdienste haben das iranische Machtzentrum über Jahre hinweg intensiv überwacht. Nach Angaben eines israelischen Geheimdienstmitarbeiters verfügte der Auslandsgeheimdienst Mossad mithilfe moderner Technik über detaillierte Informationen zu Aufenthaltsorten und Abläufen der iranischen Führung: Verkehrskameras wurden gehackt und der Mobilfunk überwacht. Zudem rekrutierte Israel Informanten aus dem inneren Machtzirkel des Iran, darunter Wissenschaftler, Militärangehörige und Funktionäre der Revolutionsgarden. So entstand ein präzises Lagebild über Wohnorte, Sicherheitsroutinen und Treffen der Führung. Es ermöglichte Israel, am Samstag innerhalb weniger Stunden den Obersten Führer, Ali Chamenei, und weitere ranghohe Vertreter des iranischen Regimes zu töten. Warum der Mossad nicht schon früher eingriff, ordnet Holger Stark ein, stellvertretender Leiter im Ressort Investigative Recherche und Daten der ZEIT.

Die Berliner Hochschulmitarbeiterin Liv Heide verlor 2024 ihren Job, nachdem der Verfassungsschutz sie fälschlich mit einer rechtsextremen Aktivistin verwechselt hatte. Hintergrund ist das Neonazi-Datingportal WhiteDate.net, das nach Recherchen der ZEIT von einer Frau betrieben wurde, die unter dem Pseudonym “Liv Heide” auftrat. Der Verfassungsschutz ging irrtümlich davon aus, dass beide Frauen dieselbe Person seien, und gab diese Einschätzung an die Hochschule weiter. Ohne vorheriges Gespräch oder Prüfung kündigte die Hochschule Liv Heide. Erst Monate später korrigierte der Verfassungsschutz seinen Fehler. Zu diesem Zeitpunkt war ihre Stelle bereits neu besetzt. Die tatsächliche Betreiberin von WhiteDate.net lebt weiterhin unbehelligt in Norddeutschland, gegen sie gibt es bis heute keine Anklage. Wie es zu dieser Verwechslung kommen konnte, schildert Christian Fuchs aus dem Investigativressort der ZEIT.

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Moderation und Produktion: Hannah Grünewald

Redaktion: Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle

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