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Jerusalem: “Die Rakete, direkt über meinem Haus”

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Wie erleben sie den Krieg in Jerusalem? Und wie gehen sie mit der Angst um? Das haben wir Menschen unterschiedlichen Glaubens gefragt. 

Jossi Gidanian sagt, er habe “keine Angst vor gar nichts”. Immer wenn die Raketen im Anflug seien und wieder dieses Geräusch losgehe, der Alarm, solle er in den Keller rennen. “Meine Frau sagt: Komm, komm.” Aber er habe einfach nicht das Gefühl, dass er losrennen müsse. “Ich fürchte mich nicht. Warum nicht? Keine Ahnung.”

Jossi Gidanian lacht. Der iranische Israeli, 74, lacht viel in diesem ernsten Gespräch, macht Scherze. Er sitzt in seinem kleinen Zimmer in Jerusalem, von hinten scheint golden die Sonne hinein, als wäre das wirklich ein schöner Montag. Es ist der dritte Kriegstag, der Ajatollah Chamenei ist schon seit vorgestern tot. Drei Tage Detonationen im Iran, drei Tage Raketen über Israel, sie zielen auch auf Jossis Zuhause, die Heilige Stadt, von der immer alle hoffen, dass sie geschützt ist durch ihre vielen Gotteshäuser. Selbst die Mullahs wollen doch wohl nicht die Al-Aksa-Moschee treffen, ein Großheiligtum des Islams auf dem heiligsten Hügel des Judentums. Bis zu diesem Zeitpunkt ist in Israel recht wenig eingeschlagen, weniger als von der Armee befürchtet. Trotzdem sind die Bunker voller Menschen, die digitale Landkarte des Alarms leuchtet immer wieder gefährlich rot.

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