Wenn einer der bedeutendsten Autoren der europäischen Gegenwartsliteratur sich vom Schreiben verabschiedet, vom Publizieren, von seinem Publikum, dann sind die Erwartungen hoch. Weil Julian Barnes, 80, um diesen Erwartungsdruck weiß – und was er bei Künstlern anzurichten vermag –, schreibt er in seinem letzten Buch gleich zu Beginn: “Schriftsteller werden im Alter entweder geltungsbedürftig und weitschweifig. Oder sie denken: Mäßige dich und komm zur Sache.”
Kommt er also zur Sache, der Verfasser von bislang vierzehn Romanen, acht Essaybüchern und drei Bänden mit Erzählungen. Rund 250 Seiten müssen genügen, um diesen, wie Barnes es nennt, “Abgesang” anzustimmen. Es sei auch ein “letztes Gespräch” mit den Lesern und Leserinnen. Gespräche sollten nicht zu ausufernd sein, deshalb ist nicht nur das Buch relativ schmal, es ist auch thematisch alles dicht gedrängt. Barnes’ große Themen, in den Romanen wieder und wieder durchgespielt, kommen noch einmal gebündelt zur Sprache.
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