Justizvollzug: Linke warnt vor Personalnot in “Santa Fu”

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Angesichts vieler unbesetzter Stellen und eines hohen Krankenstands in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Fuhlsbüttel haben die Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft den Senat zum Handeln aufgefordert. Die Sicherheit in «Santa Fu» und die Resozialisierung der Insassen seien gefährdet, sagte der justizpolitische Sprecher der Fraktion, Jan Libbertz, der Deutschen Presse-Agentur. 

Laut der Senatsantwort auf seine Schriftliche Kleine Anfrage ist fast jede siebte der mehr als 234 Stellen im Allgemeinen Vollzugsdienst unbesetzt. Zugleich liegt der Krankenstand demnach bei über 15 Prozent. 

Vollzugsdienst schiebt knapp 15.000 Überstunden vor sich her

Die Zahl der aufgelaufenen Überstunden im Allgemeinen Vollzugsdienst ist laut Senatsantwort in den vergangenen Jahren zwar gesunken, lag Ende Februar aber immer noch bei insgesamt knapp 15.000 Stunden. 

«Der Strafvollzug in Fuhlsbüttel läuft personell auf Verschleiß. Das ist eine enorme Belastung für die Beschäftigten – und es verschlechtert zugleich die Situation der Gefangenen», sagte Libbertz.

Linke fordert schnelle und wirksame Entlastung

Wenn Personal fehle, fielen Angebote aus, würden Aufschlusszeiten eingeschränkt und Resozialisierung bleibe auf der Strecke. «So gefährdet der Senat die Gesundheit der Beschäftigten, einen sicheren, funktionierenden Vollzug und missachtet auch die Rechte der Häftlinge.» Libbertz forderte eine schnelle und strukturell wirksame Entlastung des Vollzugsdienstes.

© dpa-infocom, dpa:260402-930-897771/1

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