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Krieg in Nahost: Bomben auf die Glitzerwelt

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Der Iran reagiert auf die Angriffe der USA und Israels mit Raketen auf die arabischen Nachbarn. Die Botschaft ist eindeutig: Wenn wir fallen, reißen wir euch mit.

Der zweite Tag des Kriegs wird bestimmt von einem seltsamen Schwebezustand: Irans Staatschef ist getötet worden, samt eines Gutteils der
Führungsriege. Zugleich operiert das iranische System weiter. Es versammelt
Massen von Anhängern in den Straßen, und vor allem schießt es mit ungebrochener
Wucht um sich. Und zwar nicht mit voller Kraft auf Israel oder US-Basen in der Region,
sondern auf seine Nachbarn, die Golfstaaten: auf Dubais Wolkenkratzer, den
Flughafen von Abu Dhabi, auf Riad.

Das iranische System setzt alles daran, sich zu halten, im
Zweifel eben ohne geistliche Führung. Und sein Vorgehen lässt inzwischen eine
klare Strategie erkennen: Irans Führung will diesen Krieg – den sie nicht
begonnen hat – möglichst lang und für seine Gegner möglichst teuer machen. Sie
will erreichen, dass die Kampagne aufhört, bevor es dem System nach dem Kopf
auch an den Leib geht. Dafür spielt sie über Bande: Der Iran lässt die
mächtigen Golfstaaten zahlen für diesen Krieg. Nutzt euren Einfluss in
Washington und stoppt ihn, das ist das Ultimatum der Iraner. Oder wir reißen
euch und eure Glitzerwelt mit in den Niedergang.

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