Eine internationale Hilfsflotte will angesichts der schweren Energie- und Wirtschaftskrise Hilfsgüter nach Kuba bringen. Wie die Organisatoren mitteilten, soll der Schiffskonvoi am 21. März die Hauptstadt Havanna erreichen. Unterstützt wird die Inititiave “Nuestra América” (Unser Amerika) von der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die zunächst aber offenließ, ob sie auch selbst an Bord ist.
Die Hilfsflotte werde “dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente, medizinische Hilfsgüter und lebensnotwendige Güter an Gemeinden liefern”, teilten die Organisatoren mit. Kuba sei aufgrund der verschärften US-Blockade mit “akuten Engpässen” konfrontiert.
Organisiert wird die Hilfsflotte von einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Hilfsorganisationen, Parlamentsabgeordneten und Aktivisten aus verschiedenen Ländern. Vorbild ist die Gaza-Hilfsflotte, die im vergangenen Jahr versucht hatte, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Israels Militär hatte die Schiffe im Oktober abgefangen und die Aktivisten an Bord festgesetzt und dann abgeschoben, darunter auch Thunberg.
“Imperiale Politiker” zurückdrängen
Thunberg teilte mit, sie unterstütze die Hilfsflotte für Kuba, weil die Menschen dort “jede Hilfe” gebrauchen könnten und weil “imperiale” Politiker wie US-Präsident Donald Trump und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu nur mit internationaler Solidarität zurückgedrängt werden könnten.
In Kuba hatte sich die wirtschaftliche Not zuletzt durch den Stopp von Öllieferungen infolge der US-Intervention in Venezuela verschärft. Präsident Trump ließ nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen. Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen.
Seit Wochen sind nun keine Tanker mit Öl- oder Kraftstofflieferungen in Kuba mehr angekommen. Weil die Reserven zur Neige gehen, ordnete die Regierung in Havanna umfassende Energiesparmaßnahmen an. Universitäten wurden geschlossen, der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und Arbeitszeiten reduziert. Am Donnerstag erlaubte die Regierung privaten Unternehmen, Diesel oder Benzin zu importieren. Kuba hatte bereits zuvor Probleme mit häufigen Stromausfällen sowie Lebensmittel- und Medikamentenknappheit.
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