«Hallo, ich bin Juli Zeh und ich find’ es ziemlich krass, was wir hier machen.» So eröffnet Zeh ihren mehr als halbtägigen Lesemarathon zu ihrem Buch «Unterleuten». Ohne weitere Vorrede startet die berühmte Autorin mit ihrem ersten Kapitel des 2016 erschienenen Romans. Bis Donnerstagmittag werden sich Menschen aus Politik, Kultur und Gesellschaft das Mikrofon in der Leipziger Volksbühne Lindenfels in die Hand geben. Die Autorin machte den Anfang, danach wechseln sich Dutzende Vorlesende im Viertelstundentakt ab.
Rund 30 Leute sitzen in dem schummrig beleuchteten Saal der Volksbühne. Unglaubliche 18 Stunden lang werden sie die Möglichkeit haben, das über 600-seitige Buch vorgelesen zu bekommen. Das dauerhafte Sitzenbleiben wird jedoch nicht verlangt.
Unter anderem wird Astrid Böhmisch, Leiterin der Leipziger Messe, gegen Mitternacht einen 15-minütigen Leseslot übernehmen. Doch auch Leipziger Persönlichkeiten wie der Zoodirektor Jörg Junhold bis hin zu einem einfachen Philosophie- und Soziologie-Studenten werden ein Teil des Marathons. Interessierte können die Lesung auch online in einem Lifestream verfolgen.
Zehs Werke wie «Unterleuten», «Über Menschen» und «Zwischen Welten» wurden millionenfach verkauft. Sie wohnt in einem Dorf in Brandenburg und ist seit 2017 SPD-Mitglied. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin ist die promovierte Juristin auch als ehrenamtliche Richterin am Landesverfassungsgericht in Brandenburg aktiv.
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