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“Letzte Verteidigungswelle”: Bundesanwaltschaft geht erneut gegen rechtsextreme Terrorgruppe vor

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In fünf Bundesländern gibt es Razzien gegen mutmaßliche Mitglieder der rechten Terrorgruppe “Letzte Verteidigungswelle”. Ziel ist es, neue Beweise zu sichern.

Die Bundesanwaltschaft hat weitere Durchsuchungen gegen mutmaßliche Mitglieder der
rechtsextremistischen Terrorvereinigung “Letzte Verteidigungswelle” angeordnet. Seit Dienstagmorgen laufen Razzien in Mecklenburg-Vorpommern,
Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt zehn Beschuldigte, wie die Karlsruher
Behörde mitteilte. Festnahmen gab es demnach keine. “Die heutigen Durchsuchungen dienen dazu, die
bestehenden Verdachtsmomente zu objektivieren”, sagte die
Bundesanwaltschaft. Bei den Durchsuchungen seien Beamte des
Bundeskriminalamtes und Polizeibeamte vor Ort im Einsatz.

Die “Letzte Verteidigungswelle” soll Anschläge mit potenziell tödlichen Folgen auf Linke und Geflüchtete verübt und
weitere bereits geplant haben. Im Mai vergangenen Jahres wurde die Gruppe enttarnt. Spezialeinheiten und andere Einsatzkräfte der Polizei nahmen damals bei
koordinierten Razzien mehrere Beschuldigte fest. Andere waren bereits
zuvor festgenommen worden und befanden sich schon in Haft. Es handelte
sich um Jugendliche und Heranwachsende, sie waren zwischen 14 und 21
Jahre alt. In Hamburg läuft seit Anfang März ein Prozess gegen sieben Verdächtige.

Gruppe soll Anschläge in Brandenburg und Thüringen verübt haben

Zu den angeklagten Taten gehört ein nächtlicher Brandanschlag auf ein
Kulturzentrum in Altdöbern in Brandenburg im Oktober 2024. Neben dem
Anschlag in Altdöbern sollen einige der Beschuldigten laut Anklage im
Januar 2025 nachts Feuerwerkskörper in eine Flüchtlingsunterkunft im
thüringischen Schmölln geschossen haben. Am Tatort hinterließen sie
demnach nationalsozialistische Symbole. Mehrere Beschuldigte sollen darüber hinaus Überfälle auf Menschen verübt
haben, die sie als “pädophil” einstuften. Diese wurden durch Täuschung
zu Treffen gelotst, bei denen sie geschlagen und getreten wurden. Verletzte oder gar Tote gab es nicht, was der Behörde zufolge aber nur dem Zufall zu verdanken war.

Auch zwei der nun Beschuldigten, deren Wohnungen am Dienstag durchsucht
wurden, sollen sich an solchen Angriffen beteiligt haben.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft versteht sich die Gruppierung als “letzte Instanz zur Verteidigung der Deutschen Nation”. Die mutmaßlichen Mitglieder sollen sich im April 2024 zusammengeschlossen haben, um
politisch motivierte Gewalttaten in Form von Brand- und Bombenanschlägen mit
potenziell tödlichen Folgen zu verüben. Ihr Ziel sei es gewesen, durch Gewalttaten gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des
demokratischen Systems der Bundesrepublik herbeizuführen.

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