Home Home Lohn: Fast jeder fünfte Beschäftigte verdient weniger als 15 Euro

Lohn: Fast jeder fünfte Beschäftigte verdient weniger als 15 Euro

0
2
Laut Statistischem Bundesamt verdienen 19,3 Prozent der Beschäftigten weniger als 15 Euro brutto pro Stunde. Besonders betroffen sind Mitarbeitende im Gastgewerbe.

Knapp jeder fünfte Beschäftigte hat im vergangenen Jahr unter 15 Euro brutto pro Stunde verdient. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Linken-Anfrage hervor, in der die Regierung Zahlen des Statistischen Bundesamtes zitiert. Demnach verdienten im vergangenen April 7,7 Millionen Beschäftigte – und damit ein Anteil von 19,3 Prozent – weniger als 15 Euro. Besonders betroffen ist laut der Regierungsantwort das Gastgewerbe, in dem 1,1 Millionen Stellen mit unter 15 Euro pro Stunde bezahlt werden.

Die Niedriglohnschwelle, zu der Löhne mit weniger als zwei Dritteln des Durchschnittsverdiensts zählen, lag im April 2025 bei 14,32 Euro pro Stunde. Rund 5 Millionen Beschäftigte lagen mit einem Lohn von weniger als 14 Euro darunter. Der gesetzliche Mindestlohn liegt in Deutschland aktuell bei 13,90 Euro pro Stunde und soll Anfang nächsten Jahres auf 14,60 Euro steigen.

Mehr Frauen als Männer betroffen

Der Linke-Abgeordnete Cem Ince, der die Anfrage gestellt hatte, forderte einen “armutsfesten Mindestlohn” sowie die Stärkung von Tarifverträgen und Gewerkschaften: “Der Satz “Arbeit muss sich lohnen” darf nicht bedeuten, Arbeitslose zu drangsalieren”, sagte Ince der Nachrichtenagentur dpa. “Er muss heißen: Gute Löhne für alle Arbeitenden, statt leistungsloses Einkommen für die Reichsten.” Für ein “Mindestmaß an echter Lebensqualität” sei laut Studien ein Lohn von deutlich über 16 Euro nötig. 

Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigten außerdem, dass vor allem Frauen weniger als 15 Euro pro Stunde verdienen. Rund 4,3 Millionen Betroffene sind Frauen, während 3,4 Millionen Männer unterhalb der 15-Euro-Schwelle arbeiten. Neben dem Gastgewerbe sind auch der Autohandel und -instandhaltung oder wirtschaftliche Dienstleistungen stark betroffen. Andere Niedriglohnsektoren sind laut Statistischem Bundesamt die Landwirtschaft oder der Bereich Kunst, Unterhaltung, Erholung.

Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de