Es ist schon ein bisschen her, der eine war damals noch SPD-Generalsekretär, der andere Chef der Jusos, da gaben Lars Klingbeil und Kevin Kühnert der ZEIT ein Doppelinterview. “Wir verstehen Politik nicht als ein Machtspiel, das permanent Gewinner und Verlierer produzieren muss”, flötete Klingbeil damals. Es gehe nicht darum, sein Gegenüber zu besiegen. “Dieses breitbeinige Verständnis von Politik haben wir hinter uns gelassen.” Vor allem Jüngere hätten “keinen Bock mehr auf dieses potente Getue”. Und Kühnert trällerte hinterher: “Ich bin schon davon überzeugt, dass unser Umgang miteinander auch Treiber für einen Kulturwandel ist.” Nun, es ist ein wenig anders gekommen. Was man auch daran erkennen kann, dass Kühnert nicht mehr in der Politik ist. Und Klingbeil sich als SPD-Chef eine sozialdemokratische Welt erschaffen hat, die sich weniger am Wohl der Partei, dafür aber umso mehr an seinen eigenen Karriereambitionen orientiert. Viele Genossen halten die Art und Weise, wie er dabei vorgegangen ist, für breitbeinig – und nicht nur die Jüngeren für potentes Getue.
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