In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist die Zahl der erstmaligen Asylanträge in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel gesunken. Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mitteilte, stellten von Januar bis März 22.491 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland. Das entspricht einem Minus von 37,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025.
Zusammen mit den Folgeanträgen wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 32.833 Asylanträge registriert. Die meisten Antragstellerinnen und Antragsteller kamen nach Angaben des Bamf aus Afghanistan – mit 12.363 Anträgen. Mit deutlichem Abstand folgen Menschen aus Syrien, mit 3.245 gestellten Anträgen und die Türkei, mit 2.649 Anträgen. Zudem entfielen 3.722 Erstanträge auf Kinder, die in Deutschland geboren wurden.
Auffällig sei vor allem der starke Anstieg bei Folgeanträgen aus Afghanistan, teilte das Bundesamt mit. Von Januar bis März 2026 seien 6.406 Folgeanträge von afghanischen Staatsangehörigen gestellt worden – ein Zuwachs um 569,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zur Begründung verwies das Bamf darauf, dass sich die Lage von Frauen und Mädchen in Afghanistan seit der Machtübernahme der Taliban weiter verschlechtert habe.
Bei den Entscheidungen meldete das Bamf für das erste Quartal 73.384 bearbeitete Erst- und Folgeanträge, 12,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtschutzquote – also der Anteil der positiven Asylentscheidungen – liege derzeit bei 38 Prozent, die durchschnittliche Verfahrensdauer bei 11,3 Monaten.
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